Netzebenen
Spannungsebene (Strom) und Druckstufe (Gas) beschreiben die technische Anbindungsebene des Netzes an der Lieferstelle. Sie beeinflussen Netzentgelte und fließen in Kalkulationen ein — vor allem bei RLM-Lieferstellen.
In der Oberfläche heißt das Feld bei Strom Spannungsebene, bei Gas Druckstufe. Beide Begriffe werden unter „Netzebenen“ zusammengefasst.
Typisches Szenario
Ein Gewerbekunde mit 200.000 kWh Strom und RLM-Zähler ist an das Mittelspannungsnetz angeschlossen. Beim Anlegen wählen Sie Spannungsebene: Mittelspannung. Zusammen mit Netzbetreiber und Lastgang bildet die Netzebene die Grundlage für die Netzentgeltberechnung in der Kalkulation.
Spannungsebene (Strom)
Wert | Bezeichnung |
Niederspannung | Standard für kleinere Anschlüsse |
Mittelspannung | Gewerbliche Mittelspannungsanschlüsse |
Hochspannung | Industrielle Hochspannung |
Höchstspannung | Höchste Spannungsebene |
Druckstufe (Gas)
Wert | Bezeichnung |
Niederdruck | Standard für kleinere Gasanschlüsse |
Mitteldruck | Mittlerer Druck |
Hochdruck | Hoher Druck |
Pflicht und Vorauswahl
Situation | Regel |
RLM beim Anlegen | Spannungsebene bzw. Druckstufe ist Pflicht |
SLP beim Anlegen | Feld wird nicht abgefragt |
Standard bei Anlage/Wechsel | Strom → Niederspannung, Gas → Niederdruck |
In der Bearbeitungsansicht (Stammdaten) können Spannungsebene bzw. Druckstufe auch bei SLP-Lieferstellen angezeigt und geändert werden — unabhängig vom Zählertyp beim Anlegen.
Zusammenhang mit Zählertyp
Zählertyp | Beim Anlegen | In Stammdaten (Bearbeitung) |
RLM | Pflicht | Pflicht |
SLP | Nicht abgefragt | Anzeige und Änderung möglich |
Die automatische Vorauswahl Niederspannung / Niederdruck können Sie überschreiben, wenn der Anschluss eine höhere Ebene nutzt.
Bedeutung für Kalkulationen
Netzebene und Netzbetreiber bestimmen die Netzentgelte. Bei registrierender Leistungsmessung (RLM) ist die korrekte Ebene besonders relevant, weil Lastgang und Spitzenlast zusätzlich in die Bewertung einfließen.