Immer wenn du eine Domain mit einem Web- oder Mailserver verbindest, müssen die DNS Einträge (DNS Records) einer Domain angepasst werden. Das heißt:

🏠 Wenn du deine Webseite zum neuen Hoster umziehst und diese eine neue IP-Adresse bekommt, müssen die DNS Einträge einer Domain angepasst werden.

📫 Ebenfalls wenn du ein Postfach erstellen möchtest, sind bestimmte DNS Einträge notwendig, um die Domain erfolgreich mit dem Mailserver zu verbinden.

Damit du besser verstehst, wie DNS-Einträge funktionieren und welche Eintragstypen welche Funktion erfüllen, haben wir hier einmal die wichtigsten Infos für dich zusammengetragen. Konkret zeigen wir dir, wie die folgenden Einträge funktionieren:


A-Records & AAAA-Records

MX-Records

TXT-Records

CNAME Records

SRV-Records


A-Records & AAAA-Records

Ein A-Eintrag und ein AAAA-Eintrag dienen im Grunde demselben Zweck: Sie verbinden deine Domain mit einem Webspace, also einem Webserver, auf dem eine Webseite gehostet ist. Dieser Webspace wird immer in Form einer IP-Adresse referenziert.

A-Einträge beziehen sich immer auf IPv4-Adressen. Diese sehen bspw. so aus: 

94.131.145.96

AAAA-Einträge beziehen sich auch auf IP-Adressen, allerdings nicht auf IPv4, sondern auf IPv6-Adressen. Diese sehen z.B. so aus:

2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344

Nutzt dein Webspace eine IPv4-Adresse, so ist nur der A-Record relevant. Nutzt dein Webspace eine IPv6-Adresse, so ist nur der AAAA-Record relevant.

Hinweis: Welche IP-Adresse deine Raidboxes Website hat, findest du in der jeweiligen Box-Übersicht in dem Kasten Domains.

Das ist wichtig beim Setzen von A-Einträgen

Eine Domain besteht in der Regel aus einer Hauptdomain, z.B. raidboxes.de und der www.-Subdomain, also www.raidboxes.de.

Für beide Varianten muss ein entsprechender A-Record gesetzt werden. Wenn du also einen A-Record für raidboxes.de setzen willst, musst du sowohl für den Wert @ (manchmal ist dieser Wert auch schlicht leer bzw. zeigt nur die Domain ohne www. an) und für den Wert www einen Eintrag vom Typ A mit der IP der Seite als Ziel setzen.


MX-Records

MX-Records funktionieren ganz ähnlich wie A-Records, nur dass sie keinen Webserver, sondern einen Mailserver mit deiner Domain verbinden. Sie bestimmen, auf welchem Mailserver die Domain genutzt werden kann, um E-Mail Adressen bzw. Postfächer zu erstellen. Ein MX-Record besteht immer aus den folgenden Komponenten:

  • Domain: Wenn du einen MX-Record setzt, musst du immer entscheiden für welche Domain der Eintrag gelten soll. In den allermeisten Fällen ist dies schlicht dein Domainname, also bspw. raidboxes.de.

  • Typ: Der Typ eines MX-Records muss stets MX lauten.

  • Priorität: Häufig trägt man nicht nur einen, sondern gleich mehrere Mailserver in Form von MX-Einträgen ein. Das dient u.a. der Ausfallsicherheit. Damit die Domain weiß, welchen der Server sie verwenden soll, werden bei mehreren Servernprioritäten vergeben. Diese definieren den primären, sekundären und tertiären Mailserver. Diese Prioritäten werden für gewöhnlich in 10er-Schritten angegeben. Der primäre Mailserver bekommt also die Prio 10, der sekundäre die Prio 20 usw.
    Beachte bitte: Es kann passieren, dass zwei Mailserver dieselbe Priorität besitzen.

  • Ziel: Hier wird der sog. Hostname des Mailservers eingetragen.

MX DNS Eintrag

Wichtig: Beim Ziel-Wert gibt es eine Besonderheit. Dieser wird mit einem Punkt am Ende geschrieben. Willst du also bspw. den Server mxext1.mailbox.org als Ziel in deinen MX-Record setzen möchtest, dann musst du den Eintrag wie folgt setzen (mit Punkt am Ende!):

mxext1.mailbox.org.

Setzt du diesen Punkt nicht, interpretiert das System den Eintrag als Subdomain und sucht nach der Subdomain mxext1.mailbox.org.raidboxes.de. Natürlich existiert diese Subdomain nicht und der MX-Record wird unwirksam.

Wenn du einen MX-Record in der Raidboxes DNS-Verwaltung setzt, wird dieser Punkt automatisch gesetzt.

Und so sieht ein fertiger MX-Eintrag aus:

DNS MX Eintrag Übersicht

TXT-Records

TXT-Records haben, anders als A-Records oder MX-Records, keine vordefinierte Funktion. Sie dienen vielmehr als Informationsträger, ähnlich wie eine Notiz, nur eben auf Domainebene.

Diese Notizen können für alles Mögliche verwendet werden, bspw. für die Authentifizierung deiner Identität als Domaininhaber. Genau dafür dient z.B. auch der TXT-Record, den du beim Verbinden einer Domain mit einem Postfach bei Raidboxes setzen musst. Der Eintrag enthält einen Prüfcode, der dem System anzeigt, dass du Inhaber der Domain bist.

So sieht ein TXT-Record aus:

Subdomain-Prefix.raidboxes.de   3600   IN   TXT  "Inhalt des Eintrags"

Ein TXT-Eintrag besteht also, ähnlich wie ein MX-Record aus:

  • einem Domain-Wert, in diesem Fall "Subdomain-Prefix"

  • einer Time to Live (also TTL), in diesem Fall 3600

  • einem Typ oder einer Art, in diesem Fall, natürlich, TXT

  • und einem Ziel, bzw. dem Inhalt, in diesem Fall Inhalt des Eintrags


CNAME Records

CNAME-Records können am ehesten als Weiterleitungen bezeichnet werden. Ein CNAME Eintrag verweist also in der Regel auf einen anderen A-Record.

Setzt du bspw. einen CNAME-Eintrag für die Subdomain www. mit dem Ziel deinedomain.de, dann bedeutet dies, dass beim Aufruf der www.deinedomain.de, direkt auf den A-Record für deinedomain.de weitergeleitet wird. 

Und so sieht ein typischer CNAME-Eintrag aus:

.raidboxes.de    IN A        192.0.2.42
www.raidboxes.de IN CNAME    raidboxes.de.

Du siehst schon, dass der CNAME Eintrag auf raidboxes.de verweist. Beim Aufruf von www.raidboxes.de wird also die IP im A-Eintrag von raidboxes.de aufgerufen.

Auch ein CNAME-Eintrag besteht also aus einer Domain, bzw. einer Subdomain und einem Zielwert. Im Beispiel oben ist die Subdomain www.raidboxes.de und der Zielwert raidboxes.de.


SRV-Records

SRV-Einträge gehören zu den selteneren und komplexeren DNS Einträgen. Besonders wichtig zu verstehen ist bei diesen Einträgen, wie ihre Syntax, also ihre interne Logik funktioniert. Hast du die einmal verstanden, kannst du jeden SRV-Eintrag lesen und setzen.

So sieht ein typischer SRV-Eintrag aus:

_ldap._tcp.example.com. 3600  IN  SRV  10  0  389 ldap01.example.com.

Er besteht in der Regel aus acht Bestandteilen:

  • Service: Das ist auch schon der komplizierteste Teil des Eintrags. Er setzt sich nämlich gleich aus drei Bausteinen zusammen:
    Dem Dienst (im Beispiel oben ldap) dem Protokoll (im Beispiel oben tcp) und der Domain (im Beispiel oben example.com)

  • Time to Live (TTL): Dieser Wert bestimmt, in welchen Abständen die beteiligten DNS-Server diesen Eintrag neu laden. Die TTL wird in Sekunden angegeben. Im Beispiel oben beträgt die TTL also 3600 Sekunden, bzw. eine Stunde.

  • IN und SRV: Geben im Grunde nur wieder, dass es sich um einen SRV Record handelt. Das IN kannst du zunächst ignorieren, relevant ist das SRV, da es angibt, um welche Art von Record es sich handelt.

  • Priorität: Ähnlich wie bei MX-Records, gibt die zweistellige Zahl hier die Priorität des Records wieder. Sollten einmal zwei oder mehr SRV-Einträge für denselben Dienst gesetzt werden, weiß das System so, welchen es zuerst verwenden soll.

  • Gewicht: Die nächste Zahl in der Reihe bezeichnet das sog. Gewicht des Records. Es dient, ähnlich wie die Priorität, dazu die Records zu priorisieren.

  • Port: Der letzte Zahlenwert in der Reihe bezeichnet den Port, im Beispiel oben also den TCP Port.

  • Server: Der letzte Wert bestimmt den Server, der den jeweiligen Dienst bereitstellt.

Du merkst schon, der SRV-Record ist ein recht komplexer Eintrag. Zum Glück muss man als Endnutzer nicht vollständig verstehen, was die einzelnen Teile bedeuten. Es reicht vollkommen zu wissen, welcher Part des Records, welchen Namen trägt. Damit kannst du den SRV-Record nämlich bei jedem Dienst entsprechend hinterlegen.

SRV Eintrag bei Raidboxes anlegen

Die Eingabemaske spiegelt hier also nicht die Logik des Eintrags wieder. Um einen SRV-Record bei Raidboxes zu setzen, muss der eigentliche Eintrag dekonstruiert und Stück für Stück in die Maske eingegeben werden.

DNS Einträge - RAIDBOXES DNS Maske neuer DNS Eintrag
  • Subdomain: In dieses Feld gehört der Service.

  • TTL: In dieses Feld gehört die TTL.

  • Type: Dieses Feld deckt die Werte IN und SRV ab.

  • Priorität: Hier wird die Priorität des Records eingetragen.

  • Ziel: Hier werden Gewicht, Port und Server eingetragen, so wie sie im SRV-Record angegeben werden, also mit Leerzeichen zwischen den einzelnen Werten und Punkt am Ende.

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