Eine Sequenz ist die festgelegte Abfolge von Nachrichten, die eine Person nacheinander erhält — E-Mails und LinkedIn-Nachrichten, mit einstellbaren Wartezeiten dazwischen. Dieser Artikel führt Sie einmal komplett durch den Assistenten: von der Schaltfläche Neue Sequenz bis zur fertig veröffentlichten Sequenz. Der Assistent hat fünf Schritte. Ganz oben zeigt Ihnen eine Punktleiste, wo Sie gerade stehen; über Zurück oben links gehen Sie jederzeit einen Schritt zurück, ohne Ihre Eingaben zu verlieren.
Sequenz anlegen und Zielgruppe wählen
Öffnen Sie Dashboard → Sequenzen und klicken Sie oben rechts auf Neue Sequenz. Der Assistent startet mit der Frage, für wen die Sequenz gedacht ist:
Leads — Ansprechpartner aus Firmen, also die Personen, denen Sie Ihre Dienstleistung anbieten.
Kandidaten — Kandidaten aus Suche und Shortlist.
Vorausgewählt ist Leads. Die Wahl ist keine Formalie, sie bestimmt zwei Dinge für den gesamten Rest:
Welche Vorlagen Ihnen im nächsten Schritt angeboten werden — für jede Zielgruppe gibt es eigene.
Welche Variablen Sie später in Ihre Texte einsetzen können. Bei Leads sind das die Gruppen Kontakt, Firma, Vakanz, Anrede und Recruiter; bei Kandidaten stattdessen Person, Kandidat, Firma, Anrede und Recruiter.
Klicken Sie auf Weiter. Ihre Wahl bleibt danach oben in der Kopfzeile als Etikett („Lead-Sequenz" bzw. „Kandidaten-Sequenz") sichtbar.
Startpunkt wählen: neu, Vorlage oder Kopie
Sie haben drei Möglichkeiten, in die Sequenz einzusteigen:
Neu erstellen — Sie starten mit einer leeren Sequenz und bauen jeden Schritt selbst auf. Das ist der Weg, wenn Sie genau wissen, wie Ihre Ansprache aussehen soll.
Sequenz klonen — Sie kopieren eine bestehende Sequenz als Ausgangspunkt. Es öffnet sich eine durchsuchbare Liste Ihrer Sequenzen; nach der Auswahl werden Schrittstruktur und Sendezeiten übernommen und der Name um „(Kopie)" ergänzt. Das spart Zeit, wenn eine ähnliche Sequenz schon läuft.
Vorlagen — fertig aufgebaute Abläufe, die Sie danach frei anpassen. Für Leads stehen „Recruiting-Dienstleistung (LinkedIn)" und „Recruiting-Dienstleistung (E-Mail & LinkedIn)" bereit, für Kandidaten „Kandidaten-Ansprache (Basic)" und „Stellenangebot (LinkedIn)".
Sobald Sie eine der drei Optionen wählen, geht es automatisch weiter. Einen Namen müssen Sie hier nicht vergeben — die Sequenz bekommt einen vorläufigen, den Sie im Builder jederzeit überschreiben können.
Absender-Konten verbinden
Hier legen Sie fest, von welchen Konten aus gesendet wird:
LinkedIn Account — genau eines. Ein erneuter Klick auf dasselbe Konto hebt die Auswahl wieder auf.
E-Mail Accounts — beliebig viele. Jedes angehakte Konto wird als Absender genutzt; mehrere Konten verteilen das Sendevolumen und schonen so die Zustellbarkeit jedes einzelnen Postfachs.
Ist noch kein Konto verbunden, steht im jeweiligen Bereich der Hinweis „Kein LinkedIn Account verbunden" bzw. „Keine E-Mail Accounts verbunden". Sie müssen mindestens ein Konto auswählen — solange keines ausgewählt ist, bleibt der Button Weiter zum Builder ausgegraut.
Die Wahl hier entscheidet außerdem, welche Schritttypen Sie im Builder überhaupt einfügen können: ohne E-Mail-Konto keine E-Mail-Schritte, ohne LinkedIn-Konto keine LinkedIn-Schritte.
Schritte im Builder aufbauen
Der Builder ist das Herzstück. In der Kopfzeile stehen der Sequenzname (direkt anklickbar und überschreibbar), die Zielgruppe und Ihre gewählten Konten. Rechts sehen Sie Ungespeicherte Änderungen, sobald etwas offen ist.
Über Schritt hinzufügen öffnen Sie ein Menü mit zwei Gruppen:
Aktionen
E-Mail — eine E-Mail an die Person. Setzt ein verbundenes E-Mail-Konto voraus.
LinkedIn Kontaktanfrage — eine Verbindungsanfrage mit kurzer Notiz.
LinkedIn Nachricht — eine Nachricht an einen bestehenden LinkedIn-Kontakt.
LinkedIn InMail — eine Nachricht an beliebige LinkedIn-Nutzer, auch ohne Verbindung. Braucht ein Premium-, Sales-Navigator- oder Recruiter-Abo bei LinkedIn.
Automatisierung
LinkedIn Verbindungsstatus — verzweigt die Sequenz danach, ob Sie mit der Person auf LinkedIn verbunden sind (siehe unten).
Ende — beendet die Sequenz in diesem Pfad.
Nicht verfügbare Schritttypen sind ausgegraut, und das Menü nennt direkt den Grund — etwa „Kein LinkedIn-Konto verbunden", „InMail benötigt ein Premium-/Sales Navigator-/Recruiter-Abo" oder „Maximal 2 Verschachtelungsebenen erlaubt".
Einen Schritt entfernen Sie über das Papierkorb-Symbol am Schritt. Eine nachträgliche Umsortierung per Ziehen gibt es nicht — die Reihenfolge ergibt sich daraus, hinter welchem bestehenden Schritt Sie einen neuen einfügen.
Die Verzweigung „LinkedIn Verbindungsstatus"
Dieser Schritt prüft, ob die Verbindung auf LinkedIn zustande gekommen ist, und teilt die Sequenz in zwei Pfade:
Verbunden (grün) — läuft, wenn die Kontaktanfrage angenommen wurde.
Nicht verbunden (rot) — läuft, wenn keine Verbindung besteht.
Jeder Pfad hat einen eigenen „Schritt hinzufügen"-Button. Beide Pfade müssen befüllt sein — mit mindestens einem Schritt oder einem Ende. Ist ein Pfad leer, meldet der Assistent das später als Fehler und lässt Sie nicht veröffentlichen. Verzweigungen lassen sich maximal zwei Ebenen tief verschachteln.
Einzelne Schritte konfigurieren
Ein Klick auf einen Schritt öffnet rechts das Bearbeitungsfenster:
Schrittname — nur für Ihre Übersicht, zum Beispiel „Follow-up E-Mail".
Vorlage (optional) — fügt eine gespeicherte Vorlage in Betreff und Nachricht ein.
Betreff — nur bei E-Mail und InMail, mit Variablen nutzbar.
Nachricht — bei E-Mails ein Editor mit Formatierung und Dateianhängen, bei LinkedIn ein einfaches Textfeld. In beiden Fällen stehen darüber die Variablen als anklickbare Schaltflächen bereit.
Als Vorlage speichern — legt den aktuellen Text als wiederverwendbare Vorlage ab.
Die Wartezeit stellen Sie nicht hier, sondern auf der Verbindung zwischen zwei Schritten ein: Dort sitzt eine kleine Schaltfläche mit der Beschriftung Warte. Sie wählen Sofort oder geben eine Zahl ein und dazu die Einheit Minuten, Stunden oder Werktage. Werktage zählen Wochenenden nicht mit. Länger als 15 Werktage ist nicht möglich — geben Sie mehr ein, wird der Wert automatisch zurückgesetzt und Sie bekommen einen Hinweis.
Variablen und das Zeichenlimit
Variablen sehen aus wie {{first_name}} oder {{company}} und werden beim Versand durch die echten Daten der Person ersetzt. Sie fügen sie per Klick auf die Schaltflächen über dem Textfeld ein — sortiert nach Kontakt, Firma, Vakanz, Anrede und Recruiter. Welche genau zur Verfügung stehen, hängt an der Zielgruppe aus Schritt 1.
Bei einer LinkedIn Kontaktanfrage zählt unter dem Textfeld ein Zeichenzähler gegen 200 Zeichen — das ist LinkedIns Limit für Konten ohne Premium. Mit Premium sind bis zu 300 Zeichen möglich; ab 200 färbt sich der Zähler orange, blockiert Sie aber nicht.
Zwischendurch speichern
Über Speichern in der Kopfzeile sichern Sie den Stand jederzeit als Entwurf. Die Sequenz versendet dadurch nichts, taucht aber unter Sequenzen → Entwurf auf, sodass Sie später weiterarbeiten können. Für das Speichern brauchen Sie lediglich einen Namen und mindestens ein Konto; unvollständige Schritte werden nur als Warnung gemeldet.
Sendezeiten festlegen und veröffentlichen
Klicken Sie im Builder auf Weiter. Der Assistent prüft dabei bereits das Wichtigste — ist etwas offen, erscheint eine konkrete Meldung wie „Füge zumindest eine Aktion hinzu.", „Schreibe eine Nachricht für den Schritt …" oder ein Hinweis auf einen leeren Verzweigungspfad, und der betroffene Schritt wird rot umrandet.
Im letzten Schritt legen Sie fest, wann gesendet wird. Diese Einstellungen gelten für alle Kampagnen, die mit dieser Sequenz erstellt werden:
Zeitzone — Standard ist Europe/Berlin.
Sendetage — Standard ist Montag bis Freitag.
Startzeit und Endzeit — Standard ist 09:00 bis 18:00 Uhr. Außerhalb dieses Fensters wird nichts versendet.
Mindestabstand zwischen Nachrichten — Standard sind 5 Minuten. Bei kürzeren Abständen warnt das Produkt, dass die Zustellbarkeit leiden kann.
Unter den Feldern rechnet das Produkt live aus, was diese Einstellungen bedeuten, und zeigt die Kapazität in Nachrichten pro Tag und Absender-Konto. Verkürzen Sie das Zeitfenster oder vergrößern Sie den Mindestabstand, sinkt dieser Wert entsprechend.
Zum Abschluss klicken Sie oben rechts auf Sequenz veröffentlichen. Dann passiert Folgendes:
Die Sequenz wird noch einmal vollständig geprüft. Findet die Prüfung einen Fehler, bleibt sie ein Entwurf und die Meldungen zeigen Ihnen, was fehlt.
Geht die Prüfung durch, wird die Sequenz aktiv gespeichert — sie ist damit sofort scharf, ein separates Einschalten ist nicht nötig.
Sie landen automatisch wieder auf der Sequenzen-Übersicht, wo die neue Sequenz mit grünem Punkt und eingeschaltetem Aktiv-Schalter erscheint.
Versendet wird erst, sobald Personen in die Sequenz eingeschrieben werden — eine aktive Sequenz ohne eingeschriebene Kontakte tut nichts.
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