Nein, es wird nichts geraten. Vakanzio fragt für jede Person nacheinander mehrere Datenbanken ab und lässt jede gefundene Adresse anschließend prüfen — erst danach erscheint sie im Produkt. Besteht eine Adresse die Prüfung nicht oder wird gar keine gefunden, steht dort „Nicht verfügbar" statt einer erfundenen Adresse.
Nacheinander mehrere Datenbanken: der Wasserfall
Die Suche läuft in Stufen: Zuerst wird über das LinkedIn-Profil der Person gesucht, danach über Name und Firmendomain, danach über weitere angebundene Datenbanken. Dieses gestufte Vorgehen heißt Wasserfall.
Jede Stufe kommt nur dran, wenn die vorherige nichts Brauchbares geliefert hat. Sobald eine geprüfte Adresse gefunden ist, bricht der Ablauf ab.
Gesucht wird für jede Person einzeln. Es wird nicht aus einer Adresse einer Firma auf die Adressen der Kolleginnen und Kollegen geschlossen.
Ohne LinkedIn-Profil fallen die ersten Stufen weg — dann bleibt nur der Weg über Name und Firmendomain, was die Trefferquote deutlich senkt.
Zwei Prüfungen, bevor eine Adresse erscheint
Firmenabgleich: Die Adresse muss zur Firma passen, bei der die Person laut Profil heute arbeitet. Adressen vom früheren Arbeitgeber werden verworfen.
Freie-Mail-Anbieter wie Gmail, GMX oder Web.de werden abgelehnt — sie sagen nichts über den Arbeitgeber aus. Ausnahme: eine Adresse, die die Firma selbst in der Stellenanzeige angegeben hat.
Zustellbarkeitsprüfung: Ein unabhängiger Dienst prüft, ob das Postfach tatsächlich erreichbar ist. Nur eindeutig zustellbare Adressen werden übernommen.
Adressen, bei denen die Prüfung kein klares Ergebnis liefert — etwa bei Servern, die jede beliebige Adresse annehmen — werden bewusst nicht angezeigt.
Wenn keine Adresse gefunden wird
In der Spalte „E-Mail" steht dann „Nicht verfügbar", der Hinweis dazu lautet „Keine E-Mail gefunden".
Solange die Suche noch läuft, steht dort „Wird angereichert...". Das Ergebnis erscheint, sobald die Anbieter geantwortet haben.
Häufigste Gründe: Die Person hat kein LinkedIn-Profil, die Firma ist in den Datenbanken schwach abgedeckt, oder die einzige gefundene Adresse gehörte zu einer anderen Firma.
Kontakte ohne E-Mail-Adresse lassen sich weiterhin über LinkedIn ansprechen.
Eine einzelne Adresse erneut suchen
Klicken Sie in der Personen-Liste auf die Zeile des Kontakts und im Detail auf „E-Mail finden".
Der Lauf startet im Hintergrund; die Meldung lautet „E-Mail-Suche gestartet". Wird sofort etwas gefunden, meldet das Produkt „E-Mail gefunden".
Ein zweiter Versuch lohnt sich vor allem, wenn beim ersten Lauf noch kein LinkedIn-Profil hinterlegt war — die Datenlage ändert sich sonst nur langsam.
Adressen lassen sich nicht von Hand eintragen oder korrigieren; das Produkt zeigt ausschließlich geprüfte Adressen aus der Suche.
Warum nicht geraten wird
Viele Werkzeuge erzeugen Adressen nach einem Muster wie vorname.nachname@firma.de. Trifft das Muster nicht zu, kommt die Nachricht als unzustellbar zurück.
Solche Rückläufer schaden der Reputation Ihrer Absenderdomain — je mehr davon, desto häufiger landen auch korrekte Nachrichten im Spam-Ordner.
Deshalb ist die Entscheidung bewusst umgekehrt: lieber ein leeres Feld als eine unsichere Adresse.
Erfahrungsgemäß liegt die Bounce-Quote — der Anteil unzustellbarer Nachrichten — dadurch unter einem Prozent.
Was das für die Praxis heißt
Dass ein Teil Ihrer Kontakte keine E-Mail-Adresse hat, ist normal und kein Fehler.
Wie hoch der Anteil ausfällt, hängt stark von der Branche ab: In gut abgedeckten Segmenten wie IT und Vertrieb liegt die Abdeckung sehr hoch, in Branchen mit wenig LinkedIn-Präsenz — etwa Handwerk oder Teile des Gesundheitswesens — deutlich niedriger.
Wenn Sie mehr Adressen brauchen, hilft es mehr, die Zielgruppe breiter zu fassen oder mehr Vakanzen in die Liste zu nehmen, als einzelne Kontakte erneut zu suchen.
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