Was Sie realistisch erwarten können
Profilvertrieb antwortet etwa doppelt so gut wie der klassische Vakanzen-Vertrieb. Ein konkreter Kandidat zu einer konkreten offenen Stelle ist ein stärkerer Aufhänger als ein allgemeines Angebot.
Übliche Kampagnengröße: rund 40 bis 150 offene Stellen. Deutlich kleinere Kampagnen liefern zu wenig Datenpunkte, um überhaupt beurteilen zu können, ob Profil und Zielgruppe zusammenpassen.
Branchen: Nach der Auswertung von über 100.000 Nachrichten schneidet der Finanzbereich überdurchschnittlich ab. Die IT ist der am stärksten umkämpfte Bereich mit im Vergleich schwächeren Antwortraten — im Profilvertrieb funktioniert sie trotzdem gut, weil dort selten ein konkretes Profil angeboten wird.
Was als Erfolg zählt, ist die Verkaufschance, also eine positive Antwort beziehungsweise ein qualifiziertes Gespräch. Die erste Nachricht fragt fest eingebaut, ob Sie das anonymisierte Profil unverbindlich zusenden dürfen. Das „Ja" darauf ist der Erfolg, den Sie messen — das Profil verschicken Sie danach selbst.
Rechnen Sie mit Nachfassen. Wer das Profil angefordert hat, meldet sich danach oft nicht von selbst. Der Anruf nach dem Versand entscheidet häufiger über das Gespräch als der Text der ersten Nachricht.
E-Mail oder LinkedIn
Pro einzelner Nachricht schneidet LinkedIn besser ab. Die Aufmerksamkeit ist dort höher als im Postfach.
LinkedIn ist aber gedeckelt. Für jedes verbundene LinkedIn-Konto stellen Sie ein Tägliches Einladungslimit und ein Tägliches Nachrichtenlimit ein — höchstens 30 pro Tag, und genau das ist auch die Empfehlung. Ist das Limit erreicht, wird die Nachricht am nächsten Werktag erneut versucht.
In absoluten Zahlen gewinnt deshalb meist E-Mail, weil sich dort ein Vielfaches an Nachrichten versenden lässt. Die etwas schwächere Quote je Nachricht wird durch das Volumen mehr als ausgeglichen.
Empfehlung: E-Mail als Hauptkanal für die Menge, LinkedIn ergänzend für die Unternehmen, die Ihnen besonders wichtig sind.
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