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Was sind Secondary-Domains – und warum nicht die eigene Hauptdomain?

Warum Vakanzio den Erstkontakt über eigens eingerichtete Zweit-Domains statt über Ihre Firmendomain führt, was dabei eingerichtet wird und wo Sie Ihre Absenderadressen finden.

Verfasst von Lennart Mayer

Für den Erstkontakt per E-Mail empfehlen wir Ihnen, nicht Ihre Hauptdomain zu verwenden, sondern zusätzlich eingerichtete Zweit-Domains — sogenannte Secondary-Domains. So bleibt der Ruf Ihrer Firmendomain geschützt, auch wenn eine Absenderadresse einmal als Spam eingestuft wird.

Was eine Secondary-Domain ist

  • Die Domain ist der Teil hinter dem @-Zeichen einer E-Mail-Adresse, also zum Beispiel ihrefirma.de in vorname@ihrefirma.de.

  • Eine Secondary-Domain ist eine zusätzliche Domain, die Ihrer Hauptdomain sehr ähnlich klingt — etwa ihrefirma.com oder ihrefirma-consulting.com — und ausschließlich für den Erstkontakt genutzt wird.

  • Auf jeder dieser Domains liegen eigene Postfächer. Ihre Empfänger sehen einen Absender, der eindeutig zu Ihrem Unternehmen passt; Ihre eigentliche Firmenadresse bleibt davon unberührt.

Warum nicht die eigene Hauptdomain

  • E-Mail-Anbieter wie Google und Microsoft bewerten jede Domain danach, wie Empfänger auf deren Nachrichten reagieren. Aus dieser Bewertung ergibt sich die Zustellbarkeit — also wie wahrscheinlich es ist, dass eine Nachricht im Posteingang statt im Spam-Ordner landet.

  • Viele Nachrichten an Empfänger, mit denen noch keine Beziehung besteht, drücken diese Bewertung. Die Anbieter sind hier in den letzten Jahren deutlich strenger geworden.

  • Ist der Ruf Ihrer Hauptdomain erst einmal beschädigt, trifft das auch alles andere: Angebote, Rechnungen, Bewerbungen, die tägliche Korrespondenz. Das lässt sich nur mühsam wieder geradebiegen.

  • Eine Secondary-Domain ist dagegen austauschbar. Bekommt eine Adresse Zustellprobleme, tauschen wir sie aus, ohne dass Ihr Tagesgeschäft betroffen ist.

  • Sie können den Erstkontakt trotzdem über Ihre Hauptdomain führen — das ist eine Frage des geplanten Volumens und Ihrer Risikobereitschaft. Bei kleinen Mengen ist es vertretbar, bei größeren raten wir davon ab.

Hauptdomain und Secondary-Domain im Vergleich

  • Hauptdomain: Ihre bestehende Firmenadresse. Sie trägt Ihr Tagesgeschäft, ist über Jahre aufgebaut und lässt sich nicht ersetzen. Deshalb sollte sie kein Zustellrisiko tragen.

  • Secondary-Domain: eigens für den Erstkontakt angelegt, klingt Ihrer Hauptdomain ähnlich, wird von uns eingerichtet und aufgewärmt — und ist im Problemfall ersetzbar.

  • Beides schließt sich nicht aus: Antwortet ein Empfänger, führen Sie das Gespräch selbstverständlich weiter, und für alles Übrige nutzen Sie wie gewohnt Ihre Hauptadresse.

Was Vakanzio für Sie einrichtet

  • Wir suchen gemeinsam mit Ihnen passende Domains aus, kaufen sie, legen die Postfächer an und hinterlegen die technischen Einträge, die für gute Zustellbarkeit nötig sind.

  • Üblich sind zwei zusätzliche Domains mit je zwei Postfächern, also vier zusätzliche Absenderadressen. Mehr als zwei Adressen pro Domain empfehlen wir nicht.

  • Verfügbar sind in aller Regel .com-Varianten. Sonderwünsche wie eine .de-Domain mit Bindestrich lassen sich nicht immer erfüllen — sprechen Sie uns an, wir prüfen, was möglich ist.

  • Wie viele Postfächer und Domains in Ihrem Paket enthalten sind und wie sich das erweitern lässt, hängt von Ihrem Tarif ab. Zusätzliche Absenderkapazität buchen Sie als Sender-Bundle; den aktuellen Stand finden Sie auf vakanzio.de/preise.

Die technischen Einträge dahinter

  • SPF (Sender Policy Framework, also „Regelwerk für zulässige Absender"): ein Eintrag in der Domain, der festlegt, welche Server überhaupt in ihrem Namen Nachrichten verschicken dürfen.

  • DKIM (DomainKeys Identified Mail, also „per Domain-Schlüssel signierte Nachrichten"): eine unsichtbare digitale Signatur an jeder Nachricht, an der der Empfänger erkennt, dass sie wirklich von dieser Domain stammt und unterwegs nicht verändert wurde.

  • DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance, also „Umgangsregel für nicht überprüfbare Nachrichten"): die Anweisung an den Empfänger, was zu tun ist, wenn SPF oder DKIM nicht stimmen — etwa die Nachricht abweisen oder in den Spam-Ordner legen.

  • Fehlen diese Einträge, landen Nachrichten deutlich häufiger im Spam. Bei den Domains, die wir für Sie einrichten, sind sie von Anfang an gesetzt.

Warum neue Domains erst aufgewärmt werden

  • Eine frisch registrierte Domain hat noch keine Historie. Verschickt sie sofort viele Nachrichten, werten die Anbieter das als verdächtig.

  • Beim Warm-up (dem Aufwärmen) steigt das Sendevolumen deshalb über mehrere Wochen langsam an, und die Postfächer schreiben sich im Hintergrund gegenseitig Nachrichten, die auch beantwortet werden. So entsteht eine unauffällige Historie.

  • Dieses Aufwärmen übernehmen wir, bevor Ihr eigentlicher Erstkontakt startet. Für Sie fällt dabei keine Arbeit an.

  • Auch innerhalb von Vakanzio startet jedes neu verbundene Postfach bewusst vorsichtig und darf erst nach und nach mehr Nachrichten pro Tag verschicken.

Wo Sie Ihre Absenderadressen in Vakanzio sehen

Karte E-Mail-Konten mit der Tabelle der verbundenen Absenderadressen und den Spalten Anbieter, E-Mail-Adresse, Status, Gesendet Limit und Signatur

  • Sie finden alle verbundenen Absenderadressen in den Einstellungen auf der Seite E-Mail & LinkedIn Konten, in der Karte E-Mail-Konten.

  • Die Tabelle zeigt je Adresse den Anbieter, die E-Mail-Adresse, den Status (Aktiv oder Inaktiv), unter Gesendet / Limit die heute schon versendeten Nachrichten im Verhältnis zum Tageslimit sowie einen Hinweis, ob eine Signatur hinterlegt ist.

  • Damit sehen Sie auf einen Blick, welche Ihrer Absenderadressen aktuell senden und wie viel Kapazität für heute noch übrig ist.

  • Über welche einzelne Adresse eine bestimmte Nachricht hinausgegangen ist, sehen Sie am Verlauf des jeweiligen Kontakts.

Was das für Ihren Alltag heißt

  • Sie müssen technisch nichts selbst einrichten — Kauf, Postfächer, technische Einträge und Aufwärmen laufen über uns.

  • Ihr Sendevolumen verteilt sich automatisch über mehrere Adressen, statt sich auf einer zu sammeln.

  • Ihre Hauptdomain bleibt aus dem Erstkontakt heraus und behält damit ihre Zustellbarkeit für das Tagesgeschäft.

  • Fällt eine Adresse aus, ersetzen wir sie. Ihre laufenden Sequenzen (die geplanten Nachrichtenabfolgen) laufen über die verbleibenden Adressen weiter.

Melden Sie sich gern im Chat — wir helfen Ihnen weiter.

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