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Was funktioniert besser: Profilvertrieb, klassischer Outreach oder LinkedIn?

Profilvertrieb als Hauptweg, E-Mail für das Volumen, LinkedIn für die wichtigsten Zielfirmen – mit den Antwortraten dahinter und den Ausnahmen.

Verfasst von Lennart Mayer

Unsere Empfehlung: Machen Sie den Profilvertrieb (Sie bieten ein konkretes Kandidatenprofil an) zu Ihrem Hauptweg, nutzen Sie E-Mail als Volumenkanal und LinkedIn als Verstärker für Ihre wichtigsten Zielfirmen. Klassischer Vakanzen-Outreach – also das Anbieten Ihrer Dienstleistung zu einer offenen Stelle – bleibt sinnvoll, liefert aber pro Nachricht deutlich weniger Verkaufschancen.

Warum Profilvertrieb besser läuft

  • Über alle Vakanzio-Kampagnen hinweg liegt die Gesamt-Antwortrate bei etwa 3–6 %.

  • Profilvertrieb erzielt nach unseren Daten rund doppelt so viele positive Antworten wie klassischer Vakanzen-Outreach.

  • Der Grund ist inhaltlich, nicht technisch: Ein konkretes Profil ist ein Angebot, über das der Empfänger sofort entscheiden kann. „Wir unterstützen Sie bei der Besetzung“ ist ein Gesprächsangebot, das er auf später schieben kann.

  • Ein Profil trifft außerdem auch dann, wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist – gute Leute nimmt man mit.

  • Rechnen Sie in Verkaufschancen, nicht in Nachrichten: Als Richtwert für einen gut laufenden Account gelten rund drei positive Antworten pro Woche.

E-Mail oder LinkedIn: Wirkung pro Nachricht gegen Volumen

  • Pro Nachricht ist LinkedIn klar stärker: Eine LinkedIn-Nachricht bringt im Schnitt etwa fünfmal so viele Antworten wie eine E-Mail; die Antwortrate liegt bei unseren Kunden bei rund 7–8 %. Von den Kontaktanfragen wird üblicherweise etwa jede dritte angenommen.

  • In der Summe gewinnt trotzdem meist E-Mail: LinkedIn begrenzt jedes Konto auf rund 20 Aktionen pro Tag – Kontaktanfragen, Nachrichten und InMails teilen sich dieses Budget. Ein E-Mail-Postfach schafft ein Vielfaches davon.

  • Praktisch heißt das: E-Mail bringt die Menge, LinkedIn die Trefferquote. Wer nur LinkedIn nutzt, hat eine schöne Rate auf einer zu kleinen Grundmenge.

So setzen Sie das um

  • Fangen Sie mit einem starken Profil an. Ein Kandidat, der wirklich verfügbar ist und ein klares Profil hat, trägt eine ganze Kampagne. Ohne verfügbaren Kandidaten bleibt nur der klassische Vakanzen-Outreach.

  • Schreiben Sie per E-Mail in die Breite. Dort holen Sie das Volumen, das Sie für belastbare Zahlen brauchen.

  • Heben Sie LinkedIn für die Firmen auf, die Ihnen am wichtigsten sind. Wegen des Tageslimits ist der Kanal eine knappe Ressource – setzen Sie ihn gezielt ein statt breit.

  • Planen Sie mindestens ein Follow-up ein. Auf die zweite Nachricht kommen fast so viele Antworten wie auf die erste; bei der dritten fällt die Quote um rund die Hälfte. Zwei bis drei Schritte sind der sinnvolle Rahmen.

  • Halten Sie die erste Nachricht schlank – wenige Links, keine Anhänge. Das schützt die Zustellbarkeit, also die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Mail im Posteingang landet.

Wann es anders sinnvoll ist

  • Sie haben gerade keinen passenden Kandidaten. Dann ist klassischer Vakanzen-Outreach der richtige Weg – mit der Erwartung, dass die Quote niedriger liegt.

  • Sehr enge oder sehr kleine Zielgruppen. Bei einer Handvoll relevanter Firmen bringt Volumen nichts. Hier ist LinkedIn der bessere Kanal, notfalls das Telefon.

  • Sensible oder stark regulierte Branchen. Wenn ein Kandidatenprofil nicht ohne Weiteres verschickt werden darf, bleibt die stellenbezogene Ansprache.

  • Ihr E-Mail-Konto ist neu. Solange ein Postfach aufgewärmt wird, ist das Volumen niedrig. In dieser Phase trägt LinkedIn mehr, als die Zahlen sonst nahelegen.

Womit Sie den Vergleich messen

  • Entscheiden Sie nicht nach Gefühl, sondern nach der positiven Antwortrate Ihrer eigenen Sequenzen (den festgelegten Abfolgen von Nachrichten). Antworten insgesamt können täuschen, wenn viele Absagen darunter sind.

  • Auf der Seite Sequenzen vergleichen Sie beide Ansätze direkt: die Kachel „Antwortrate“ mit dem Anteil positiver Antworten, die Kachel „Aufwand / pos. Antwort“ und die Spalte „Antworten“ je Sequenz.

  • Stellen Sie dabei für beide denselben Zeitraum ein und geben Sie jedem Ansatz genug Volumen, bevor Sie ihn beurteilen.

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