Fast immer ist es das Tageslimit von LinkedIn in Kombination damit, dass eine Sequenz (die festgelegte Abfolge von Nachrichten an einen Kontakt) Schritt für Schritt abläuft: Solange der LinkedIn-Schritt nicht raus ist, startet der nächste Schritt nicht – auch dann nicht, wenn es eine E-Mail wäre.
Das Tageslimit Ihres LinkedIn-Kontos ist erreicht
Ein LinkedIn-Konto darf pro Tag nur eine begrenzte Zahl an Kontaktanfragen und Nachrichten verschicken. Voreingestellt sind 25 Einladungen und 30 Nachrichten pro Tag; mehr als 30 empfehlen wir nicht, weil LinkedIn sonst das Konto einschränkt.
Ist das Limit ausgeschöpft, wird der Schritt nicht abgebrochen, sondern automatisch auf den nächsten Werktag verschoben. In der Kontaktliste der Sequenz erscheint dann in der Spalte Nächste Aktion ein Hinweis auf das erreichte Limit.
Das ist der eigentliche Engpass: E-Mails verteilen sich auf beliebig viele Postfächer, LinkedIn läuft über ein einziges Konto. Sobald mehr Kontakte am LinkedIn-Schritt warten, als pro Tag durchgehen, staut sich die Warteschlange auf – und zwar über alle Sequenzen hinweg, die dasselbe LinkedIn-Konto nutzen.
Abhilfe: weniger Kontakte gleichzeitig einschreiben – oder den LinkedIn-Schritt aus der E-Mail-Sequenz herausnehmen (siehe nächster Abschnitt).
Der LinkedIn-Schritt steht mitten in einer E-Mail-Sequenz
Die Schritte einer Sequenz laufen nacheinander, nicht parallel. Ein späterer Schritt kann vom Ergebnis eines früheren abhängen – deshalb wartet auch eine Nachfass-E-Mail, bis der LinkedIn-Schritt davor erledigt ist.
Selbst die Wartezeit „Sofort" ändert daran nichts: Die Reihenfolge bleibt, nur der Abstand wird kleiner.
Unsere Empfehlung: Trennen Sie die Kanäle. Bauen Sie eine reine E-Mail-Sequenz und eine eigene, kurze LinkedIn-Sequenz und ordnen Sie die Kontakte über die Filter zu, je nachdem welcher Kanal vorhanden ist. Die zweite E-Mail geht dann nach vier bis fünf Werktagen raus, ohne auf LinkedIn zu warten.
Möchten Sie beide Kanäle in einer Sequenz behalten, setzen Sie den LinkedIn-Schritt ans Ende – dann bremst er nichts mehr aus.
Die Kontaktanfrage wurde nicht angenommen
Eine LinkedIn-Nachricht lässt sich nur an jemanden schicken, mit dem Sie bereits vernetzt sind. Folgt die Nachricht direkt auf die Kontaktanfrage, ohne dass dazwischen geprüft wird, schlägt sie fehl, sobald der Empfänger die Anfrage noch nicht angenommen hat. Der Kontakt steht dann auf Fehlgeschlagen, mit dem Hinweis, dass keine Verbindung zum Empfänger besteht.
Abhilfe: Setzen Sie zwischen Kontaktanfrage und Nachricht den Schritt LinkedIn Verbindungsstatus. Er prüft nach der eingestellten Wartezeit, ob die Anfrage angenommen wurde, und teilt die Sequenz in zwei Zweige.
Im Zweig Verbunden steht die LinkedIn-Nachricht. Den Zweig Nicht verbunden lassen Sie nicht leer: Legen Sie dort eine E-Mail ab oder beenden Sie den Pfad mit dem Schritt Ende. Sonst laufen genau diese Kontakte ins Nichts.
Geben Sie dem Empfänger Zeit: drei bis vier Werktage vor der Prüfung sind ein guter Richtwert. Länger als 15 Werktage lässt sich eine Wartezeit nicht einstellen.
Die Prüfung findet einmal statt, zum eingestellten Zeitpunkt. Nimmt der Empfänger die Anfrage später an, wechselt der Kontakt nicht mehr in den anderen Zweig.
Seltenere Ursachen
LinkedIn-Konto getrennt: Ist die Verbindung zu LinkedIn abgerissen, pausiert Vakanzio die betroffenen Kontakte mit dem Hinweis „Konto getrennt“. Verbinden Sie das Konto unter Einstellungen → E-Mail & LinkedIn neu.
InMail-Schritt ohne Voraussetzung: InMail-Nachrichten setzen ein LinkedIn-Abo mit InMail voraus (Premium, Sales Navigator oder Recruiter) und verbrauchen Ihr dortiges Guthaben. Ohne Abo lässt sich der Schritt gar nicht erst hinzufügen; ist das Guthaben leer oder der Empfänger nimmt keine InMails an, schlägt der Schritt fehl.
Profil nicht erreichbar: Ist ein LinkedIn-Profil gelöscht oder gesperrt, scheitert nur dieser eine Kontakt – die übrigen laufen weiter.
Einladung schon vorhanden: Haben Sie den Kontakt zuvor außerhalb von Vakanzio angeschrieben, wird der Schritt als erledigt verbucht statt erneut versendet.
Woran Sie erkennen, dass es das war
Öffnen Sie die Kontaktliste der Sequenz und schauen Sie in die Spalte Nächste Aktion: Steht dort ein Hinweis auf Kapazität oder auf ein erreichtes Limit, wartet der Schritt nur – Sie müssen nichts tun.
Steht der Kontakt dagegen auf Fehlgeschlagen, liegt eine echte Ursache vor. Der Fehlertext nennt sie, meist die fehlende Verbindung zum Empfänger.
In der LinkedIn-Kontenliste unter Einstellungen → E-Mail & LinkedIn zeigen die Spalten Einladungen und Nachrichten, wie viel des Tageskontingents bereits verbraucht ist.
Auf der Sequenzen-Übersicht sehen Sie außerdem, wie viele Schritte insgesamt auf freie Sendeplätze warten.
Wann Sie uns schreiben sollten
Das Tageskontingent ist erkennbar nicht ausgeschöpft, und trotzdem bewegt sich seit mehreren Werktagen nichts.
Kontakte stehen auf Fehlgeschlagen, obwohl der Prüfschritt eingebaut ist und die Verbindung besteht.
Ihr LinkedIn-Konto wurde von LinkedIn eingeschränkt – dann schauen wir uns gemeinsam die Limits und das Versandtempo an.
Melden Sie sich gern im Chat – wir helfen Ihnen weiter.

