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Wonach kann ich per KI filtern, wenn es keinen fertigen Filter gibt?

Wie Sie mit einer KI-Spalte nach Kriterien filtern, für die es keinen festen Filter gibt — die KI liest die komplette Stellenanzeige, nicht nur den Jobtitel.

Verfasst von Lennart Mayer

Alles, was in der Stellenanzeige steht, lässt sich per KI-Spalte auswerten — auch wenn es dafür keinen fertigen Filter zum Anklicken gibt. Sie beschreiben Ihr Kriterium in einem Satz, die KI liest jede Anzeige und bewertet sie danach; anschließend filtern Sie auf das Ergebnis.

Erst prüfen, ob ein fester Filter reicht

Filterleiste der Vakanzensuche mit hervorgehobenem Feld Titel ausschliessen

  • Für viele Kriterien gibt es bereits einen festen Filter: Jobtitel und auszuschließende Titel-Wörter, Ort und Umkreis, Land, Plattform, Unternehmen ein- oder ausschließen, Branche und Größe des Unternehmens, Gehalt, Senioritätsstufe, Anstellungsart, Veröffentlichungsdatum sowie ein Schalter für Personaldienstleister.

Das Kriterium als Frage formulieren

Dialog KI-Spalte hinzufuegen mit Typ Ja/Nein und ausgefuelltem Prompt-Feld

  • Im Feld Prompt beschreiben Sie in freiem Text, worauf geprüft werden soll — am besten als klare Frage.

  • Formulieren Sie so konkret wie möglich: „Handelt es sich um eine Steuerkanzlei?" ist besser als „Steuerkanzlei".

  • Wählen Sie dazu den passenden Auswertungstyp: Ja/Nein zum Ein- und Ausschließen, Score für Abstufungen, Kategorie für feste Gruppen, Zahl für konkrete Werte.

  • Beantwortet eine Anzeige die Frage nicht eindeutig, wählt die KI die plausibelste Antwort und schreibt die Unsicherheit in die Begründung.

Wonach Sie tatsächlich filtern können

  • Ausgewertet wird die komplette Stellenanzeige — Titel, Unternehmen, Standort und der Anzeigentext. Nicht nur der Jobtitel.

  • Damit funktionieren Kriterien, die erst im Fließtext auftauchen: Erfahrung mit einem bestimmten Fachtool, Führungsverantwortung, geforderte Sprachkenntnisse, eine Branche wie Konsumgüter, ein Firmentyp wie Steuerkanzlei oder Krankenhaus, eine Zielregion, ein genanntes Gehalt.

  • Was nicht in der Anzeige steht, kann die KI nicht wissen — sie recherchiert nicht extern. Für Angaben zum Unternehmen selbst (Größe, Branche) gibt es die festen Unternehmensfilter.

Etwas gezielt ausschließen

  • Einen „Nicht"-Schalter gibt es nicht. Formulieren Sie das Kriterium positiv und filtern Sie danach auf die Gegenseite: Spalte „Handelt es sich um einen Personaldienstleister?", dann Filter auf Nein.

  • Genauso für alles andere, was aus der Liste fliegen soll — branchenfremde Anzeigen, Stellen mit ausdrücklich geforderten Deutschkenntnissen, Anzeigen mit fachlichem Schwerpunkt, der nicht passt.

  • Geht es nur um ein Wort im Jobtitel, ist das Feld Titel ausschließen der schnellere Weg.

  • Bedingte Kriterien („falls ein Gehalt genannt wird, mindestens …") lassen sich formulieren. Sauberer ist eine Zahl-Spalte, die den genannten Wert ausliest — dann setzen Sie die Untergrenze beim Filtern und entscheiden selbst, was mit Anzeigen ohne Angabe passiert.

Für jedes Kriterium eine eigene Spalte

  • Eine Spalte liefert genau einen Wert. Packen Sie zwei Kriterien in einen Prompt, bekommen Sie ein gemeinsames Ergebnis und sehen nicht mehr, welches der beiden gehakt hat.

  • Getrennte Spalten geben Ihnen je Kriterium einen eigenen Wert, eine eigene Begründung und einen eigenen Filter — und lassen sich beliebig kombinieren.

  • Bedenken Sie die Kosten: Jede ausgewertete Zeile verbraucht pro Spalte einen KI-Credit. Zwei Spalten kosten also doppelt. Im Kopf des Dialogs sehen Sie vorab, wie viele Zeilen jetzt ausgewertet werden und wie viele Credits Ihnen bleiben.

Wenn das Ergebnis nicht passt

  • Klicken Sie eine Zelle an und lesen Sie die Begründung — daran erkennen Sie, wie Ihr Kriterium verstanden wurde.

  • Ein Klick auf den Spaltentitel öffnet KI-Spalte bearbeiten. Dort schärfen Sie den Prompt nach oder wechseln den Typ und starten die Auswertung mit Speichern & neu ausführen erneut. Der neue Lauf wertet noch einmal aus und verbraucht erneut Credits.

  • Eine laufende Auswertung stoppen Sie im selben Dialog über Abbrechen; mit Aus Ansicht entfernen blenden Sie die Spalte aus, ohne bereits ausgewertete Ergebnisse zu verlieren.

  • Hilft Nachschärfen nicht weiter, teilen Sie das Kriterium in zwei einfachere Spalten auf.

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