Zum Hauptinhalt springen

Gilt der Stopp auch für die Firma und für andere Sequenzen?

Verfasst von Lennart Mayer

Nein — in beiden Fällen nicht. Der automatische Stopp bei einer Antwort gilt für genau eine Person in genau der Sequenz, aus der die beantwortete Nachricht stammt. Andere Ansprechpartner desselben Unternehmens werden weiter angeschrieben, und dieselbe Person kann in einer anderen Sequenz erneut angeschrieben werden. Dieser Artikel zeigt, womit Sie das trotzdem in den Griff bekommen.

Warum der Stopp an der Person hängt

  • Eine Antwort wird über den E-Mail-Verlauf zugeordnet, in dem Ihre Nachricht steht. Damit ist immer eindeutig, welche Person in welcher Sequenz geantwortet hat — und nur diese eine Zuordnung wird beendet.

  • Der Kollege nebenan hat einen eigenen Verlauf und eine eigene Zuordnung. Aus Sicht des Systems hat er nicht geantwortet.

  • Für den Stopp gibt es keine Einstellung, die Sie erweitern könnten — er läuft immer und immer nur auf dieser Ebene.

Andere Ansprechpartner derselben Firma laufen weiter

  • Antwortet eine Person, laufen die Sequenzen der übrigen Ansprechpartner desselben Unternehmens unverändert weiter — auch dann, wenn intern weitergeleitet wurde und alle dieselbe Nachricht kennen.

  • Es gibt keine Einstellung, mit der eine Antwort automatisch alle Kontakte derselben Firma oder derselben E-Mail-Domain stoppt.

  • Ist die Antwort eindeutig eine Absage für das ganze Unternehmen, sperren Sie die Firmen-Domain (siehe unten). Das stoppt zwar keine bereits laufende Sequenz, verhindert aber jede weitere Einschreibung.

  • Die übrigen Kontakte einer Firma nehmen Sie danach in der Lead-Liste der Sequenz gezielt über Stoppen heraus.

Andere Sequenzen laufen weiter

  • Gestoppt wird nur die Sequenz, aus der die beantwortete Nachricht stammt. Läuft dieselbe Person parallel in einer zweiten Sequenz, bekommt sie dort weiter Nachrichten.

  • Beim Einschreiben prüft das System zwar auf Dubletten, aber nur innerhalb derselben Sequenz. Wer in Sequenz A steht, wird in Sequenz A kein zweites Mal eingeschrieben — in Sequenz B dagegen schon.

  • Das gilt unabhängig davon, ob die Person geantwortet hat. Eine frühere Antwort schützt sie nicht davor, in einer neuen Kampagne wieder aufzutauchen.

Bereits eingeschriebene Kontakte ausschließen

Dialog Als Liste speichern mit dem aufgeklappten Auswahlfeld Bereits eingeschrieben ausschliessen und seinen sechs Zeitraeumen

  • Das Auswahlfeld Bereits eingeschrieben ausschließen blendet Kontakte aus, die innerhalb des gewählten Zeitraums schon einmal in eine Sequenz eingeschrieben wurden.

  • Zur Wahl stehen Nicht ausschließen (Voreinstellung), Letzte 30 Tage, Letzte 3 Monate, Letzte 6 Monate, Letztes Jahr und Alle (unbegrenzt).

  • Sie finden es im Dialog Als Liste speichern, wenn Sie ein Suchergebnis sichern. In der klassischen Ansicht steht es zusätzlich in der Filterleiste unter Neue Kontakte — diese Seite gibt es in der neuen Ansicht nicht mehr.

  • Wichtig zu wissen: Der Filter fragt „schon einmal angeschrieben?", nicht „hat schon einmal geantwortet?". Er hält also auch Kontakte draußen, die nie reagiert haben — und genau darin liegt sein Wert bei sich überschneidenden Kampagnen.

Die Sperrliste als dauerhafte Sperre

Sperrliste unter Einstellungen mit geoeffnetem Dialog Eintrag hinzufuegen und aufgeklapptem Feld Typ mit E-Mail-Adresse, Domain und LinkedIn-Profil

  • Die Sperrliste ist die einzige Sperre, die über alle Sequenzen und alle künftigen Kampagnen hinweg wirkt. Wer dort steht, kann in keine Kampagne mehr eingeschrieben werden.

  • Sperren lassen sich drei Dinge: eine einzelne E-Mail-Adresse, eine ganze Domain — also das komplette Unternehmen — oder ein LinkedIn-Profil.

  • Sie finden sie unter Einstellungen im Bereich Sperrliste (Blocklist). Mehrere Einträge lassen sich auf einmal einfügen, größere Bestände per Datei-Import übernehmen.

  • Schneller geht es aus dem Posteingang heraus: Bei der geöffneten Nachricht führt Zur Blocklist hinzufügen direkt zur Auswahl, ob nur die Adresse oder die ganze Domain gesperrt wird.

  • Eintragungen erfolgen ausschließlich von Hand. Auch eine eindeutige Absage landet nicht automatisch auf der Sperrliste.

  • Ein neuer Eintrag wirkt sofort und auch rückwirkend: Alle bereits eingeplanten, noch nicht versendeten Nachrichten an diese Adresse oder Domain werden storniert — in laufenden Sequenzen ebenso wie auf beiden Kanälen. Sie müssen die Sequenz dafür nicht zusätzlich stoppen.

Wenn jemand anderes im Namen des Ansprechpartners antwortet

  • Antwortet eine Assistenz oder eine Kollegin innerhalb desselben E-Mail-Verlaufs, wird das als Antwort erkannt — auch von einer anderen Absenderadresse. Die Sequenz stoppt.

  • Kommt die Nachricht dagegen als neue E-Mail statt als Antwort auf Ihre Nachricht, fehlt die Verbindung zum Verlauf. Sie wird dann nicht als Antwort gewertet, und die Sequenz läuft weiter.

  • Solche Nachrichten gehen nicht verloren: Stammen sie aus einem Unternehmen, das Sie angeschrieben haben, landen sie im Ordner Sonstige. Sehen Sie dort regelmäßig nach.

  • Finden Sie dort eine echte Antwort, stoppen Sie den betroffenen Kontakt selbst.

Einen einzelnen Kontakt selbst stoppen

  • In der Lead-Liste einer Sequenz beendet Stoppen genau den ausgewählten Kontakt. Die Sequenz selbst läuft weiter, und alle anderen Kontakte bleiben unberührt.

  • Das gilt auch für die Mehrfachauswahl: Markieren Sie mehrere Kontakte, betrifft der Stopp genau diese und keinen weiteren.

  • Der Kontakt steht danach auf Gestoppt. Seine offenen Schritte auf beiden Kanälen werden abgebrochen; rückgängig machen lässt sich das nicht.

  • Wollen Sie den Versand einer ganzen Kampagne anhalten, ist das ein anderer Weg: Dann deaktivieren Sie die Sequenz, statt einzelne Kontakte zu stoppen.

Melden Sie sich gern im Chat — wir helfen Ihnen weiter.

Hat dies deine Frage beantwortet?