Warum die Dealgröße im Sales-Recruiting entscheidend ist
Die Dealgröße ist einer der entscheidendsten Faktoren im Sales-Recruiting und gleichzeitig einer der häufigsten Fehlerpunkte. Sie beeinflusst nicht nur, welche Vertriebler sich bewerben, sondern auch, wie motiviert, realistisch und nachhaltig eine Zusammenarbeit funktionieren kann. Eine falsch eingeschätzte Dealgröße führt fast immer zu falschen Erwartungen auf beiden Seiten.
Fehlende oder unrealistische Angaben als Warnsignal
Viele Unternehmen nennen entweder gar keine konkrete Dealgröße oder arbeiten mit sehr optimistischen Annahmen. Für erfahrene Vertriebler ist das ein Warnsignal. Gute Sales-Profile können relativ genau einschätzen, ob sich ein Angebot lohnt. Fehlt diese Einordnung oder wirkt sie unrealistisch, wird die Anzeige oft direkt aussortiert.
Was eine realistische Dealgröße wirklich ausmacht
Eine realistische Dealgröße orientiert sich nicht an Wunschumsätzen, sondern an echten Zahlen. Dazu gehören der durchschnittliche Auftragswert, die Abschlussquote, die Leadqualität und der tatsächliche Vertriebsaufwand. Vertriebler denken nicht in Einzelabschlüssen, sondern in Monats- und Jahrespotenzialen. Genau diese Perspektive sollte deine Anzeige widerspiegeln.
Dealgröße immer im Kontext der Rolle betrachten
Wichtig ist außerdem die Einordnung der Rolle. Ein Opener oder Setter bewertet eine Dealgröße anders als ein Closer oder Full-Cycle-Vertriebler. Wer nur Termine vereinbart, benötigt andere Anreize als jemand, der den gesamten Verkaufsprozess verantwortet. Die Dealgröße muss daher immer im Zusammenhang mit der Rolle erklärt werden.
Transparenz statt einzelner Zahlen
Eine gute Stellenanzeige zeigt nicht nur eine Zahl, sondern einen Rahmen:
Wie hoch ist der durchschnittliche Auftragswert?
Wie viele Abschlüsse sind realistisch?
Wie setzt sich das Einkommen zusammen?
Welche Faktoren beeinflussen die Performance?
Weniger Bewerbungen, bessere Passung
Diese Transparenz wirkt nicht abschreckend, sondern professionell. Sie sorgt dafür, dass sich weniger, aber passendere Vertriebler bewerben – und reduziert spätere Diskussionen erheblich.
