Produkttypen bei CopeCart

Erlaubte Produkttypen sowie verbotene Produkte, Kategorien, Einteilung

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Verfasst von Irina Zaiats
Heute aktualisiert

Um bei CopeCart deine Produkte verkaufen zu können, muss der richtige Produkttyp ausgewählt werden. Dein Produkt muss den Richtlinien von CopeCart entsprechen, andernfalls wird es gesperrt. Dein Produkt darf nicht gegen ein Gesetz oder gesetzliche Vorschriften verstoßen. Die Sicherheit und Gesundheit von Personen darf ebenfalls nicht gefährdet werden.

Digitale Produkte

Digitale Produkte sind digitale Inhalte oder digitale Dienstleistungen (§ 327 Abs. 1 S. 1 BGB).

Digitale Inhalte sind beispielsweise Apps, Computerprogramme, Musik-, Audio oder Videodateien zum Download oder Streaming, eBooks, elektronische Publikationen, digitale Spiele und Software.

Digitale Dienstleistungen sind z.B. Cloud-Technologien, soziale Medien wie Facebook und Instagram, Verkaufs-, Vergleichs-, Vermittlungs- oder Bewertungsplattformen, aber auch eine gemeinsam genutzte cloudbasierte Textverarbeitung. Coaching ist keine digitale Dienstleistung, nur weil es über das Internet erbracht wird!

Die Einordnung fällt nicht immer leicht. Gerne könnt Ihr unseren Support hierzu kontaktieren.

Hier ein Beispiel:

Videokurs/Onlinekurs

Bietest Du z.B. einen reinen Videokurs/Onlinekurs für vier Wochen an und der Kunde erhält zu diesem Kurs Zugang, handelt es sich um ein digitales Produkt.

Mentoring/Coaching

Bietest Du mit Deinem Produkt eine 1:1 Betreuung, Live-Calls, Fragemöglichkeiten oder sogar Beratung an, handelt es sich nicht mehr um ein digitales Produkt, sondern um eine Dienstleistung mit digitalen Inhalten bzw. Bestandteilen. Sofern digitale Inhalte den weitaus überwiegenden Teil der Leistung darstellen und dieser Schwerpunkt in der Produktdarstellung beworben wird, handelt es sich um ein digitales Produkt (z.B. Zugang zu einem 30 Stunden Videokurs und einmalige Möglichkeit für Fragen in einem Live-Call, ist ein digitales Produkt; hierbei kann es sich aber auch um Fernunterricht handeln, siehe unten).

Du musst also den Produkttyp „Dienstleistung“ auswählen. Das ist deshalb von großer Bedeutung, da Dein Kunde nun nicht mehr auf sein Widerrufsrecht verzichten bzw. dieses nicht mehr komplett ausgeschlossen werden kann.

Fernunterricht

Bietest Du Videokurse oder Online-Seminare/Webinare an, die der Kunde als Aufzeichnung / Streaming abrufen kann, musst Du zudem das Fernunterrichtsgesetz (FernUSG) beachten. Fällt Deine Dienstleistung oder Dein Produkt unter das FernUSG, benötigst Du gem. § 12 FernUSG eine entsprechende Zulassung dafür. Andernfalls sind Verträge über den Erwerb des Produktes unwirksam und solche Produkte ohne Zulassung verstoßen gegen die AGB für Vendoren.

Nachfolgend möchten wir Dir gern ausführlich erklären, wann Fernunterricht vorliegt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Was ist Fernunterricht und welche Vorrausetzungen müssen erfüllt sein?

§ 1 Fernunterrichtschutzgesetz (FernUSG) lautet wie folgt:

㤠1 Anwendungsbereich

(1) Fernunterricht im Sinne dieses Gesetzes ist die auf vertraglicher Grundlage erfolgende, entgeltliche Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der

1. der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind und

2. der Lehrende oder sein Beauftragter den Lernerfolg überwachen.

(2) Dieses Gesetz findet auch auf unentgeltlichen Fernunterricht Anwendung, soweit dies ausdrücklich vorgesehen ist.“

Fernunterricht ist ein Unterricht (meist gegen Entgelt erbrachter) auf vertraglicher Grundlage mit dem Ziel der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei denen sog. „Phasen synchroner Kommunikation“ einen Anteil von 50 % nicht überschreiten und eine individuelle Lernerfolgskontrolle stattfindet.

„Phasen synchroner Kommunikation“ liegen vor, wenn das Coaching bei einem persönlichen Treffen oder in einem Live-(Video)-Call erfolgt (z.B. live Zoom-Meeting). Nicht als Phasen synchroner Kommunikation gelten aufgezeichnete Videos oder andere Lerninhalte wie Dokumente und andere Schulungsunterlagen. Machen z.B. aufgezeichnete Videos mehr als 50 % des Produktes aus und besteht die Möglichkeit zur Lernerfolgskontrolle, liegt Fernunterricht vor.

Für die Lernerfolgskontrolle reicht laut Bundesgerichtshof (BGH-Urteil vom 15.10.2009, III ZR 310/08) bereits eine Fragemöglichkeit in einem Call aus. Ob der Lernerfolg tatsächlich überwacht wird, ist nicht entscheidend, sondern, dass der Lernende das Recht hat, eine solche durch Nachfragen einzufordern, um den Lernerfolg kontrollieren zu lassen.

Eine Zulassung nach § 12 I 3 FernUSG ist nur dann nicht erforderlich, wenn das Produkt der Freizeitgestaltung oder Unterhaltung dient. Sobald Kenntnisse und Fähigkeiten mit allgemeinbildenden oder berufsbildenden Inhalten vermittelt werden, ist eine Zulassung grundsätzlich erforderlich.

Es ist demnach eine Zulassung bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zu stellen, wenn Du keine entsprechende Zulassung für Dein Produkt hast. Liegen keine Versagungsgründe vor, erhältst Du nach Einreichung der Unterlagen ein Zulassungsbescheid und eine Zulassungsnummer.

Alle Informationen zum Zulassungsverfahren und welche Dokumente Du einreichen musst, findest Du hier: https://www.zfu.de/fernunterricht.html

Wichtiger Hinweis:

Sowohl digitale Inhalte als auch digitale Dienstleistungen im Sinne des § 327 BGB müssen als digitales Produkt angelegt werden, damit wir den richtigen Umsatzsteuersatz für Kunden im Ausland ausweisen können!

Anmerkung: E-Book ist ein eigenständiger Produkttyp.

Physische Produkte

Bei physischen Produkten handelt es sich um Produkte, die per Post oder durch einen Lieferservice verschickt werden. Im Grunde ist damit alles gemeint, was versendet werden kann, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Kleidung, Schuhe, Werkzeuge, Möbel, Accessoires, Schmuck, Kunst usw.

  • Gedruckte Bücher und Zeitschriften, auch wenn sie als physische Produkte betrachtet werden, gehören aufgrund des ermäßigten Steuersatzes zu einem anderen Produkttyp.

Waffen, sowie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sind ebenfalls verboten (einschließlich Pillen, Pulver, Säfte, Öle, Sirups usw.). Derzeit können physische Produkte nur aus Deutschland verkauft und versendet werden.

Hinweis: Beim Kauf von physischen Produkten gilt der Standard-Mehrwertsteuersatz des Absenderlandes (d. h. 19 %).

Gedruckte Bücher

Dazu gehören Bücher und/oder Zeitschriften, die per Post oder Lieferdienst versandt werden. Derzeit können physische Bücher nur aus Deutschland verkauft und versendet werden.

Hinweis: Beim Kauf von gedruckten Büchern gilt ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz des Absenderlandes (d. h. 7 %).

E-Books

E-Books in allen unterstützten Formaten können entweder heruntergeladen oder online genutzt werden. Aufgrund spezifischer Steuervorschriften gelten E-Books nicht als digitale Produkte.

Hinweis: Beim Kauf von E-Books gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz des Käuferlandes.

Seminare/Veranstaltungen

Dieser Produkttyp erfordert die physische Anwesenheit der Veranstaltungsbesucher. Das online abgehaltene Seminar ist ein Webinar und gilt als digitales Produkt, ebenso wie seine Aufzeichnungen. Vorerst können bei CopeCart nur Seminare und Veranstaltungen verkauft werden, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfinden.

WICHTIG! Bei den Dienstleistungen und Seminaren ist darauf zu achten, dass der Ort (und somit auf der Steuersatz) beim Erstellen des Produktes angelegt werden und nicht wenn der Käufer sein Land auswählt.

Bitte achte außerdem darauf, dass Du in der Produktbeschreibung einen klaren Zeitpunkt und einen genauen Ort für Dein Seminar oder Deine Veranstaltung angibst.

Hinweis: Beim Kauf dieser Art von Produkten gilt der Standard-Mehrwertsteuersatz des Seminar- bzw. Veranstaltungslandes.

Dienstleistungen

Dieser Produkttyp erfordert die physische Anwesenheit der Veranstaltungsbesucher. Das online abgehaltene Seminar ist ein Webinar und gilt als digitales Produkt, ebenso wie seine Aufzeichnungen. Vorerst können bei CopeCart nur Seminare und Veranstaltungen verkauft werden, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfinden.

WICHTIG! Bei den Dienstleistungen und Seminaren ist darauf zu achten, dass der Ort (und somit auf der Steuersatz) beim Erstellen des Produktes angelegt werden und nicht wenn der Käufer sein Land auswählt.

Bitte achte außerdem darauf, dass Du in der Produktbeschreibung einen klaren Zeitpunkt und einen genauen Ort für Dein Seminar oder Deine Veranstaltung angibst.

Hinweis: Beim Kauf dieser Art von Produkten gilt der Standard-Mehrwertsteuersatz des Seminar- bzw. Veranstaltungslandes.

Verbotene Produkte

Wenn ein Produkt gegen ein Gesetz, eine Vorschrift oder die Regeln von CopeCart verstößt, kann es nicht bei CopeCart verkauft werden. Es ist verboten, Produkte zu verkaufen, die gefährlich, illegal und in irgendeiner Weise verboten sind.

Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von CopeCart sind folgende Produkte verboten:

  • sexuell anstößige Produkte

  • Alkohol, Tabak und Medikamente

  • Elektronische Waren

  • Produkte, die Dritte aufgrund von Rasse, Geschlecht, Religion, Nationalität, Behinderung, sexueller Orientierung oder Alter diskriminieren

  • Produkte, die Rechte Dritter, insbesondere Marken, Patente oder andere gewerbliche Schutzrechte, verletzen

  • Produkte, für die gesetzliche Werbeverbote oder -beschränkungen bestehen

  • Benutzerdaten dürfen über CopeCart nicht verkauft werden. Wenn es sich um eine Dienstleistung zur Leadgewinnung handelt, dann ist es ok.

  • Produkte, die auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden

  • Hostings, Domains

  • Geistheilungen, unterschiedliche alternativmedizinische, esoterische, religiöse oder magische Behandlungsmethoden

  • Gutscheine

  • Produkte, die nur nach Vornahme einer Altersprüfung an Endkunden verkauft werden dürfen (z.B. FSK 18 Inhalte)

CopeCart behält sich vor, alle Produkte zu sperren, von denen eine Gefahr ausgehen kann, die CopeCart ohne Prüfung des Produktes nicht abschätzen kann.

Abgelehnte Produkte

Produkte werden in zwei Fällen abgelehnt:

  • Sie gehören zur Liste der verbotenen Produkte

  • Es fehlen ein oder wenige obligatorische Parameter aus den Produktdetails oder der Support-E-Mail

Wenn du sicher bist, dass dein Produkt allen Richtlinien und Vorschriften entspricht und absolut legal ist, überprüfe bitte, ob du die nächsten obligatorischen Parameter für das zu genehmigende Produkt festgelegt hast:

  • Produktname

  • Produktbeschreibung

Beachte bitte, dass das Produkt eine ausführliche Beschreibung und ein Bild haben muss, da diese den Affiliates und Kunden dabei helfen, dein Produkt optisch hervorzuheben und Interesse zu wecken. Kunden möchten auch begreifen, was man mit dem Erwerb vom Produkt bekommt und welche Vorteile das Produkt selbst hat.

  • Produktbild

  • Support-E-Mail-Adresse

    Gehe in deine Einstellungen und wähle "Account Einstellungen" aus. Scrolle bis du zu deinem Kästchen deiner Support-E-Mail-Adresse und trage dort deine E-Mail-Adresse ein, die deine Kunden auf deiner Checkout Seite einsehen können und dir bei Fragen eine E-Mail senden können.

Wenn du Hilfe bei der Kategorisierung deines Produkts benötigst, nutze gern unsere Chatfunktion.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Erstellung/Bearbeitung deiner Produkte.

Beste Grüße

Dein CopeCart Team

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