Was ist Tischservice und wann eignet er sich?
Beim Servicekonzept Tischservice scannt dein Gast den QR-Code des Touchpoints auf seinem Tisch, bestellt selbstständig über sein Smartphone und bezahlt – je nach Konfiguration – direkt online oder beim Service. Die Bestellung wird automatisch auf die richtige Tischnummer gebucht und an deine Kasse übertragen.
❗ Wichtig: Gäste erhalten beim Tischservice keine Abholbenachrichtigung – das Servicepersonal bringt die Bestellungen direkt zum Tisch. Wenn du mit Abholbenachrichtigungen und Selbstbedienung arbeiten willst, schau beim Artikel Servicekonzept Selbstbedienung - was muss ich beachten? vorbei.
Tischservice ist ideal für:
Gastronomie mit größeren Gastbereichen und vielen Tischen
Große Außenbereiche (z. B. Biergärten, Terrassen)
Betriebe mit Fachkräftemangel im Service
Touristisches oder jüngeres Klientel
Wenn du deinen Service entlasten willst
Vorteile von Tischservice
Entlastung des Servicepersonals: Gäste können jederzeit selbstständig bestellen und nachbestellen – ohne auf Service zu warten.
Mehr Zeit für Gastinteraktion: Dein Team kann sich auf persönliche Betreuung konzentrieren, statt permanent Bestellungen aufzunehmen.
Trinkgeld bleibt erhalten: Gäste können digital Trinkgeld geben – im Durchschnitt etwa 10 % der Bestellung (bei abgegebenem Trinkgeld).
Höhere Umsätze: Gäste bestellen häufiger nach, da die Bestellschwelle sinkt.
Flexible Nutzung: System kann je nach Bedarf aktiviert oder deaktiviert werden.
Change Management: Akzeptanz schaffen
Die Einführung von Gastbestellungen via QR-Codes verändert deine Betriebsabläufe. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Akzeptanz bei Gästen und Servicepersonal ab.
Servicepersonal abholen
Transparenz: Erkläre deinem Team, warum du SO'USE einführst – z. B. zur Entlastung bei Personalmangel und steigenden Kosten.
Ängste adressieren: Viele befürchten, dass digitales Bestellen den persönlichen Kontakt zu Gästen reduzieren. Das Gegenteil ist der Fall: Dein Team hat mehr Zeit für echte Gästeinteraktion, weil Routine-Bestellungen automatisiert werden.
Sogar mehr Trinkgeld: Stelle klar, dass Trinkgeld weiterhin digital gegeben werden kann und die Gäste durch unsere intelligente Trinkgeldfunktion sogar mehr Trinkgeld geben als ohne digitales Bestellsystem.
💡 Tipp: Deinen Service richtig mitzunehmen ist eines der wichtigsten Dinge für den erfolgreichen Einsatz von SO'USE. Hier findest du einen gesamten Artikel der sich diesem Thema widmet.
Gästeakzeptanz sicherstellen
Idealerweise verfügst du über ein digital-affines Gästeklientel, das offen für neue Bestellwege ist. Wenn sich Gäste beschweren, kannst deren Bestellung immer noch herkömmlich aufnehmen. Wichtig ist die Leute aktiv auf das System hinzuweisen und sie bei fragen an die Hand zu nehmen. Genügend Zeit dafür sollte dein Personal durch den Einsatz von SO'USE nun haben.
Was muss ich beim Tischservice beachten?
1. Kommunikation mit Gästen
Erkläre deinen Gästen bei der Begrüßung, wie SO'USE funktioniert:
„Herzlich willkommen! Bei uns kannst du direkt über den QR-Code am Tisch bestellen. Einfach scannen, auswählen und bestellen – wir bringen alles zu dir. Bei Fragen rufe uns gerne über den Button ‚Service rufen'."
2. Prozess definieren
Überlege dir, wie du mit SO'USE arbeiten möchtest. Hier findest du ein paar Beispiele:
a) Klassischer Tischservice
Gäste bestellen über fest installierte Touchoints oder bekommen die Touchpoints vom Service überreicht
Servicepersonal bringt Speisen und Getränke zum Tisch
Bezahlung: online, direkt mit Absenden der Bestellung
💡 Tipp: Das Überreichen der Touchpoints kann zwar als zusätzlicher Weg gesehen werden, führt jedoch häufig auch zu einer besseren Akzeptanz und Nutzung, da dem Gast die digitale Bestellung von vornherein als präferiert entgegengebracht wird.
b) digitale Bestellung, Zahlen beim Service
Gäste bestellen über fest installierte Touchoints oder bekommen die Touchpoints vom Service überreicht
Servicepersonal bringt Speisen und Getränke zum Tisch
Bezahlung: Gäste zahlen bar oder mit EC-Karte beim Service
💡 Tipp: Wenn du die Gebühren für die Onlinezahlung vermeiden oder nicht direkt alle Prozesse digitalisieren willst, kannst du dem Gast auch nur die Barzahlung, das sog. Zahlen beim Service erlauben. In diesem Fall ist auch die Trinkgeldfunktion deaktiviert. Warum wir dir jedoch Onlinepayment zu aktivieren empfehlen, erfährst du hier.
c) Nur Nachbestellungen
Gäste bestellen zunächst beim Service
Servicepersonal bringt Speisen und Getränke zum Tisch und platziert anschließend Touchpoint für Nachbestellungen
Bezahlung: online, direkt mit Absenden der Bestellung
Auch solch ein Case ist denkbar. Wenn auch nicht mit allzu viel Entlastung verbunden, kann gerade das ermöglichen von Nachbestellungen zu einer Umsatzsteigerung führen. Oft hat der Service genau für den Upsell nach der eingentlichen Bestellung keine Zeit mehr.
d) Hybrid Order & Pay
Ein häufiger Grund, warum sich Gastronomen am Ende gegen das Anbieten von Onlinepayment entscheiden, ist der Wunsch mit dem digitalen Bestellablauf genau den herkömmlichen Bestellprozess abzubilden. Dabei geht es vor allem darum Gästen die Bezahlung am Ende des Aufenthalts zu ermöglichen und nicht direkt bei Bestellaufgabe.
Um dies umzusetzen, kann das Feature Self Checkout aktiviert werden. Gäste können dann digital oder beim Service bestellen, ihren Aufenthalt genießen und am Ende egal wie bestellt ihren Tisch per Onlinepayment bezahlen. Wir nennen diese Servicekonzept Hybrid Order & Pay.
❗ Wichtig: Hybrid Order & Pay funktioniert nur mit einer Kassenintegration und ist nicht mit allen Kassen möglich. Mehr zum Thema findest du im Artikel Hybrid Order & Pay - was muss ich beachten?.
3. Bezahlmethoden konfigurieren
Wie oben bereits angedeutet, kannst du die Bezahlung der Gäste flexibel auf dein Konzept abstimmen:
Option | Beschreibung |
Nur beim Service bezahlen | Gäste bestellen über SO'USE, bezahlen aber klassisch beim Personal. Alle Bestellungen erscheinen als offene Posten in der Kasse. |
Nur online bezahlen | Gäste bezahlen direkt im Checkout (Kreditkarte, Apple Pay, etc.). Online bezahlte Bestellungen erscheinen nicht als offene Bestellungen in der Kasse. |
Beide Methoden | Gäste können wählen: online bezahlen oder beim Service. |
4. Auswahl der Touchpoints
Die Sichtbarkeit und Platzierung deiner Touchpoints (QR-Code-Träger) beeinflusst die Akzeptanz erheblich.
Welche Touchpoint-Arten gibt es?
Aufsteller (z. B. Acryl): Flexibel, wiederverwendbar, ideal bei wechselnden Tischnummern
Aufkleber: Fest, platzsparend, ideal bei statischen Tischnummern
Plaketten/Tischplättchen: Professionelle Optik, dauerhaft
💡 Tipp: Schau gerne in unserem Touchpointshop vorbei und lass dich inspirieren.
Wie viele Touchpoints pro Tisch?
Auch hier haben wir einen eigenen Artikel namens Best Practises Touchpoints erstellt. Hier erfährst du alles über die optimale Anzahl pro Tisch, Aufmachung und weitere Gestaltungsmöglichkeiten.
Zusammenfassung
Tischservice eignet sich ideal für Gastronomiebetriebe mit größeren Gastbereichen. Entscheidend für den Erfolg sind:
Akzeptanz bei Servicepersonal schaffen
Prozess klar definieren (voll vs. teilweise digitalisiert)
Bezahlmethoden auf Konzept abstimmen
Touchpoints sichtbar und sinnvoll platzieren
FAQ
Können Gäste auch ohne Smartphone bestellen?
Ja, dein Servicepersonal kann weiterhin klassisch Bestellungen aufnehmen.
Sehen Gäste auch Bestellungen, die das Servicepersonal direkt über die Kasse aufgenommen hat?
Nein – Gäste sehen in der Shop-Ansicht nur Bestellungen, die sie selbst über SO'USE aufgegeben haben. Bestellungen, die dein Servicepersonal direkt in der Kasse ode erfasst hat, sind für Gäste nicht sichtbar.
Ausnahme: Bei aktiviertem Self Checkout (Hybrid Order & Pay) können Gäste am Ende des Aufenthalts den gesamten Tisch einsehen und bezahlen – inklusive Service-Bestellungen.
Kann ich Tischservice und Selbstbedienung kombinieren?
Ja! Du kannst verschiedene Shops für unterschiedliche Bereiche deiner Locaion anlegen – z. B.:
Innenbereich: Tischservice (Service bringt zum Tisch)
Außenbereich/Biergarten: Selbstbedienung (Gäste holen selbst ab)
Jeder Shop kann ein eigenes Servicekonzept haben.