Überblick
Mit Tablet-Ordering bietest du deinen Gästen eine Alternative zum klassischen QR-Code-Bestellen: Statt über ihr eigenes Smartphone bestellen Gäste über Tablets, die du bereitstellst. Das ist besonders praktisch für All-You-Can-Eat-Konzepte, gehobenere Gastronomie oder wenn du großen Wert auf eine optimale Darstellung deiner Speisekarte legst. Auch der Einsatz von wenigen Tablets als Ergänzung zu Order & Pay mit Tischservice für alle die, die ihr Smartphone nicht verwenden wollen, ist eine Möglichkeit.
In diesem Artikel erfährst du:
Was Tablet-Ordering ist und wie es sich vom klassischen Tischservice unterscheidet
Wie du All-You-Can-Eat mit SO'USE umsetzt
Welche Vorteile und Herausforderungen Tablets mit sich bringen
Welche Hardware und Kiosk-Software du brauchst
Antworten auf häufige Fragen zur Bezahlung und Tablet-Verwaltung
Was ist Tablet-Ordering?
Tablet-Ordering unterscheidet sich vom klassischen Tischservice dadurch, dass Bestellungen über Tablets statt über die Smartphones der Gäste erfolgen.
Die wichtigsten Merkmale:
Du stellst die Tablets bereit – nicht deine Gäste
Tablets können vom Service an die Gäste ausgegeben oder fest am Tisch platziert werden
Ein Kioskmodus sperrt das Tablet, sodass nur die Shop-Ansicht nutzbar ist
Besonders geeignet für All-You-Can-Eat, Buffet-Konzepte und gehobene Gastronomie
Zentrale Vorteile von Tablet-Ordering
Warum Tablet-Ordering für dein Konzept sinnvoll sein kann:
Größeres Display: Bessere Lesbarkeit und ansprechende Produktdarstellung – ideal für Bilder und Beschreibungen
Unabhängig vom Gast: Funktioniert auch, wenn Gäste keinen Akku, schlechten Empfang oder wenig Technikkenntnisse haben
Kontrolle über das Gerät: Du bestimmst, wann und wie das Tablet genutzt wird
Ein Tablet pro Tisch: Nicht jeder Gast braucht zwingend ein eigens Tablet, das Tablet kann am Tisch umhergereicht werden
Ideal für spezielle Konzepte: All-You-Can-Eat, Bestellrunden, Buffet-Service oder Events
Professioneller Auftritt: Hochwertige Tablets unterstreichen dein modernes Konzept
Herausforderungen bei Tablet-Ordering
Was du beachten solltest:
Hohe Anschaffungskosten: Tablets, Halterungen und ggf. Ladestationen müssen beschafft werden
Laufender Aufwand: Laden, Pflege, Updates und Austausch defekter Geräte
Kein Onlinepayment über das Tablet: Bezahlung erfolgt weiterhin klassisch beim Service
Verlust- oder Beschädigungsrisiko: Tablets im Gästebetrieb können verloren gehen oder beschädigt werden
Technische Betreuung: WLAN-Stabilität, Kiosksoftware und Updates müssen sichergestellt werden
Info: Onlinepayment direkt über das Tablet ist nicht möglich, da Gäste ihre privaten Zahlungsdetails nicht auf einem fremden Gerät eingeben sollten. Alternativ kann im Checkout ein QR-Code generiert werden, den Gäste mit ihrem eigenen Smartphone scannen können, um zu bezahlen.
Tablet-Ordering einsetzen – zwei Varianten
Variante 1: À la carte mit Tablets
Bei á la carte nutzt du Tablets zur klassischen Bestellaufnahme am Tisch. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
Service nimmt Bestellung auf: Das Service-Team nutzt das Tablet wie ein digitales Kellner-Terminal
Gast bestellt selbst: Das Tablet wird dem Gast am Tisch zur Verfügung gestellt
💡 Tipp: In der Realität lohnt sich Variante eins nur in Kombination mit zwei. Dein Service kann Gästen entweder das Tablet in die Hand geben oder die Bestellung für jene aufgeben, die klassisch bestellen wollen.
Geeignet für:
Gehobene Gastronomie, bei der der Charakter des herkömmlichen Bestellprozesses erhalten bleiben soll (Service händigt das Tablet als Karte aus, Bezahlung erfolgt ebenfalls beim Service)
Ergänzung von Order & Pay Konzepten, wenn Gäste nicht über Smartphone bestellen können oder wollen
Gastronomien, die ihre Karte optimal digital darstellen wollen, indem sie entsprechende Bilder und Beschreibungen hinterlegen (durch größeren Screen angenehmer zu konsumieren, als auf dem Smartphone)
Variante 2: All-You-Can-Eat mit Tablets
All-You-Can-Eat (AYCE) ist ein unbegrenztes Bestellsystem, bei dem Gäste innerhalb eines definierten Zeitraums mehrere Bestellungen aufgeben können, ohne bei jedem Gericht neu zu bezahlen.
Du legst Regeln und Zeitraum fest (z. B. 15 Minuten pro Runde). Gäste bestellen während dieser Zeit so viele Artikel, wie du erlaubst (z.B. 5 pro Person).
Beispiel:
Sushi-Restaurant: Gäste zahlen 29,90 € pro Person und können 90 Minuten lang unbegrenzt Sushi bestellen
Wings-Abend: Donnerstags 19–22 Uhr All-You-Can-Eat Wings für 19,90 €
Hot-Pot-Konzept: Gäste bestellen in mehreren Runden Zutaten für ihren Topf
Geeignet für:
Themen-Events (z. B. Tapas-Abend, Burger-Night)
Sushi-Restaurants, Asian Grill, Hot-Pot
Konzepte mit Bestellrunden
Tablet-Ordering einrichten – Schritt für Schritt
Schritt 1: Tablets beschaffen
Die Tablets selbst sind nicht im Preis der Tablet-Lizenz enthalten – du musst sie selbst beschaffen.
Info: Im Artikel Unterstützte Tablethersteller und Versionen findest du eine Übersicht über die empfohlenen Modelle.
💡 Tipp: Anbieter wie Grover bieten häufig Mietkauf an. So kannst du die Kosten für die Tablets besser verteilen. Leasing empfehlen wir eher nicht, da der Einsatz der Geräte im Gastroalltag schnell zu Verschleiß führt.
Schritt 2: Kiosk-Software installieren
Sobald du den Gästen die Tablets unbeaufsichtigt übergibst, empfiehlt sich der Einsatz einer Kiosk-Software, damit das Tablet nur für den Bestellprozess genutzt werden kann und andere Funktionen gesperrt sind.
Wir empfehlen dir den Fully Kiosk Browser. Diese Software bietet dir folgendes:
Sperrung des Systems: Gäste können nicht in andere Bereiche oder Apps wechseln
Stabile Darstellung: Die Shop-Ansicht bleibt zuverlässig im Vordergrund
Einfache Einrichtung: Die Grundkonfiguration lässt sich schnell umsetzen
Info: Die Lizenzen für den Kiosk-Browser kannst du über uns beziehen. Sprich uns dafür gerne an. Hast du bereits entsprechende Lizenzen, findest du hier die Anleitung zur Einrichtung auf deinen Tablets.
Schritt 3: Konfiguriere die Einstellungen je nach Einsatzvariante
Je nachdem, ob du die Tablets für all-you-can-eat oder á la carte Bestellungen einsetzen willst, musst du entsprechende Konfigurationen in den Einstellungen vornehmen bzw. kennen. Diese entscheiden auch darüber, wie das sog. Servicemenü auf dem Tablet aussieht.
Info: Das Servicemenü gibt deinem Service die Möglichkeit, das Tablet richtig zu konfigurieren, bevor es dem Gast übergeben wird, indem es Personenanzahl und Tischnummer wählt
À la carte:
Importiere und erstelle deine Speisekarte
Lege ein Passwort für das Servicemenü fest
Nutze die Start-URL, um das Servicemenü auf deinen Tablets aufzurufen
Info: Die Start-URL findest du in den Shopeinstellungen deines Tablet-Shops unter dem Reiter Tablets.
Servicemenü bei á la carte
All-you-can-eat:
Importiere und erstelle deine Speisekarte
Info: Informationen zur Erstellung deiner Speisekarte findest du in der Kollektion Karteneditor. Der Import deiner Karte funktioniert nur mit einer Kassenanintegration, du kannst Tablets aber auch im Stand Alone Betrieb nutzen.
💡 Tipp: Für die optimale Anzeige der Kategorien in deiner Shop-Ansicht bei Tablets, nutze die Kategorienabfrage: Vertikal mit Bildern.
Schritt 4: Tablets am Tisch platzieren
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie du Tablets am Tisch einsetzen kannst:
Option A: Fest installierte Tablets
Tablets werden in Halterungen am Tisch befestigt
Gäste bedienen sich selbst
Ideal für á la carte, wenn du den Weg des Service das Tablet auszuhändigen reduzieren willst
Zu beachten:
Halterungen sollten diebstahlsicher sein (z. B. mit Schloss)
Stromversorgung oder regelmäßiges Laden erforderlich
Tablets müssen nur beim Austauschen neu über das Servicemenü konfiguriert werden
💡 Tipp: Die im Servicemenü auszuwählende Gästezahl hat keinen weiteren Einfluss auf den Bestellprozess. Dein Service muss lediglich einmal die richtige Tischnummer auswählen. Das stationäre Tablet muss dann für neue Gäste am selben Tisch nicht mehr neu konfiguriert werden.
❗ Wichtig: Damit die Bestellungen eines vorherigen Besuchers nicht auf der Rechnung des neuen Gastes auftauchen, muss der Tisch in der Kasse nach jedem Besuch zwingen abgeschlossen werden. Normalerweise passiert dies automatisch bei Bezahlung.
Option B: Mobile Tablets
Service-Team gibt Tablets an Gäste aus
Flexible Nutzung je nach Bedarf
Ideal für AYCE, À la carte mit Servicekomponente oder als Ergänzung zu Order & Pay
Zu beachten:
Ladestationen für alle Tablets erforderlich
Service-Team muss Ausgabe und Rücknahme organisieren
Höherer Verwaltungsaufwand
💡 Tipp: Idealerweise nimmt der Service das Tablet nach dem Abkassieren wieder mit, geht über das Balkenmenü rechts oben in der Shop-Ansicht auf Service-Menü und kann durch Passworteingabe das Tablet einem neuen Tisch zuordnen.
Balkenmenü mit Service-Menü
FAQ
Kann der Gast über das Tablet bezahlen?
Nein, direkt über das Tablet ist Onlinepayment nicht möglich. Es ist nicht sinnvoll, dass sich Gäste mit ihren privaten Zahlungsdetails auf einem fremden Tablet einloggen.
Alternative: Im Checkout auf dem Tablet kann ein QR-Code generiert werden, den Gäste mit ihrem eigenen Smartphone scannen und sicher bezahlen können.
Kann ich eigene Tablets verwenden?
Ja, die Tablets sind durch dich zu beschaffen. Sie sind nicht im SO'USE-Preis enthalten.
Empfohlene Modelle findest du hier.
💡 Tipp: Achte auf robuste Geräte mit guter Akkulaufzeit – besonders bei stationärer Nutzung im Gästebetrieb.
Wie viele Tablets brauche ich?
Das hängt von deinem Konzept ab.
Fest installierte Tablets:
1 Tablet pro Tisch
Bei 20 Tischen = 20 Tablets
Mobile Tablets:
1 Tablet pro 2–3 Tische (je nach Auslastung, flexibel einsetzbar)
Bei 20 Tischen = 7–10 Tablets
💡 Tipp: Starte mit einer kleineren Anzahl und erweitere bei Bedarf.
Was kostet Tablet-Ordering bei SO'USE?
Du zahlst die Tablet-Lizenz plus ggf. Kassenintegration.
Außerdem hast einmalige Anschaffungskosten für die Tablets, Ladestationen, ggf. Halterungen und den Fully Kiosk Browser.
Mehr Infos zu Preisen findest du hier.
Wie lade ich die Tablets?
Zwei Möglichkeiten:
Fest installierte Tablets: Permanente Stromversorgung über USB-Kabel oder Docking-Stationen
Mobile Tablets: Zentrale Ladestation (z. B. USB-Hub mit 10 Anschlüssen) hinter der Bar
💡 Tipp: Nutze USB-C-Schnellladegeräte für kurze Ladezeiten zwischen den Schichten.
Was passiert, wenn ein Tablet gestohlen oder beschädigt wird?
Diebstahlschutz:
Nutze diebstahlsichere Halterungen mit Schloss für fest installierte Tablets
Bei mobilen Tablets: Ausgabe nur durch das Service-Team
Beschädigungsrisiko:
Verwende robuste Schutzhüllen
Schließe ggf. eine Geräteversicherung ab
💡 Tipp: Tablets im Gästebetrieb unterliegen einem höheren Verschleiß – kalkuliere Ersatz ein.
Kann ich Tablet-Ordering und QR-Code-Bestellungen kombinieren?
Ja, das ist möglich!
Du kannst:
Tablets für All-You-Can-Eat nutzen (z. B. freitags/samstags)
QR-Codes für À la carte nutzen (z. B. unter der Woche)
Beide Systeme parallel betreiben (z. B. Tablets im Restaurant, QR-Codes auf der Terrasse)
Tablets als Ergänzung zu Order & Pay verwenden
Welche WLAN-Anforderungen habe ich?
Für stabiles Tablet-Ordering brauchst du:
Ausreichende Bandbreite: Min. 10 Mbit/s pro 10 Tablets
Stabile Verbindung: Professionelles WLAN-Setup (Access Points, keine Consumer-Router)
Separate WLAN-Netzwerke: Gäste-WLAN und Tablets-WLAN trennen
❗ Wichtig: Bei instabilem WLAN kann es zu Verbindungsabbrüchen und Bestellverzögerungen kommen. Lass dein WLAN von einem Fachmann einrichten – besonders bei vielen Tablets.
Wie setze ich das Tablet nach einem Gast zurück?
Öffne das Balkenmenü oben rechts auf der Shop-Ansicht
Klicke auf Service-Menü
Gibt das Passwort ein, wenn du das Tablet für einen neuen einrichten willst

