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Ordering via Tablets und all-you-can-eat – Was muss ich beachten?

Entdecke hier, wie du mit Tablets am Tisch flexibel bestellst – ob klassisch à la carte oder mit All-You-Can-Eat-Konzept.

Verfasst von Benedikt Pilz
Vor über einem Monat aktualisiert

Überblick

Mit Tablet-Ordering bietest du deinen Gästen eine Alternative zum klassischen QR-Code-Bestellen: Statt über ihr eigenes Smartphone bestellen Gäste über Tablets, die du bereitstellst. Das ist besonders praktisch für All-You-Can-Eat-Konzepte, gehobenere Gastronomie oder wenn du großen Wert auf eine optimale Darstellung deiner Speisekarte legst. Auch der Einsatz von wenigen Tablets als Ergänzung zu Order & Pay mit Tischservice für alle die, die ihr Smartphone nicht verwenden wollen, ist eine Möglichkeit.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was Tablet-Ordering ist und wie es sich vom klassischen Tischservice unterscheidet

  • Wie du All-You-Can-Eat mit SO'USE umsetzt

  • Welche Vorteile und Herausforderungen Tablets mit sich bringen

  • Welche Hardware und Kiosk-Software du brauchst

  • Antworten auf häufige Fragen zur Bezahlung und Tablet-Verwaltung


Was ist Tablet-Ordering?

Tablet-Ordering unterscheidet sich vom klassischen Tischservice dadurch, dass Bestellungen über Tablets statt über die Smartphones der Gäste erfolgen.

Die wichtigsten Merkmale:

  • Du stellst die Tablets bereit – nicht deine Gäste

  • Tablets können vom Service an die Gäste ausgegeben oder fest am Tisch platziert werden

  • Ein Kioskmodus sperrt das Tablet, sodass nur die Shop-Ansicht nutzbar ist

  • Besonders geeignet für All-You-Can-Eat, Buffet-Konzepte und gehobene Gastronomie

Zentrale Vorteile von Tablet-Ordering

Warum Tablet-Ordering für dein Konzept sinnvoll sein kann:

  • Größeres Display: Bessere Lesbarkeit und ansprechende Produktdarstellung – ideal für Bilder und Beschreibungen

  • Unabhängig vom Gast: Funktioniert auch, wenn Gäste keinen Akku, schlechten Empfang oder wenig Technikkenntnisse haben

  • Kontrolle über das Gerät: Du bestimmst, wann und wie das Tablet genutzt wird

  • Ein Tablet pro Tisch: Nicht jeder Gast braucht zwingend ein eigens Tablet, das Tablet kann am Tisch umhergereicht werden

  • Ideal für spezielle Konzepte: All-You-Can-Eat, Bestellrunden, Buffet-Service oder Events

  • Professioneller Auftritt: Hochwertige Tablets unterstreichen dein modernes Konzept

Herausforderungen bei Tablet-Ordering

Was du beachten solltest:

  • Hohe Anschaffungskosten: Tablets, Halterungen und ggf. Ladestationen müssen beschafft werden

  • Laufender Aufwand: Laden, Pflege, Updates und Austausch defekter Geräte

  • Kein Onlinepayment über das Tablet: Bezahlung erfolgt weiterhin klassisch beim Service

  • Verlust- oder Beschädigungsrisiko: Tablets im Gästebetrieb können verloren gehen oder beschädigt werden

  • Technische Betreuung: WLAN-Stabilität, Kiosksoftware und Updates müssen sichergestellt werden

Info: Onlinepayment direkt über das Tablet ist nicht möglich, da Gäste ihre privaten Zahlungsdetails nicht auf einem fremden Gerät eingeben sollten. Alternativ kann im Checkout ein QR-Code generiert werden, den Gäste mit ihrem eigenen Smartphone scannen können, um zu bezahlen.


Tablet-Ordering einsetzen – zwei Varianten

Variante 1: À la carte mit Tablets

Bei á la carte nutzt du Tablets zur klassischen Bestellaufnahme am Tisch. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Service nimmt Bestellung auf: Das Service-Team nutzt das Tablet wie ein digitales Kellner-Terminal

  2. Gast bestellt selbst: Das Tablet wird dem Gast am Tisch zur Verfügung gestellt

💡 Tipp: In der Realität lohnt sich Variante eins nur in Kombination mit zwei. Dein Service kann Gästen entweder das Tablet in die Hand geben oder die Bestellung für jene aufgeben, die klassisch bestellen wollen.

Geeignet für:

  • Gehobene Gastronomie, bei der der Charakter des herkömmlichen Bestellprozesses erhalten bleiben soll (Service händigt das Tablet als Karte aus, Bezahlung erfolgt ebenfalls beim Service)

  • Ergänzung von Order & Pay Konzepten, wenn Gäste nicht über Smartphone bestellen können oder wollen

  • Gastronomien, die ihre Karte optimal digital darstellen wollen, indem sie entsprechende Bilder und Beschreibungen hinterlegen (durch größeren Screen angenehmer zu konsumieren, als auf dem Smartphone)

Variante 2: All-You-Can-Eat mit Tablets

All-You-Can-Eat (AYCE) ist ein unbegrenztes Bestellsystem, bei dem Gäste innerhalb eines definierten Zeitraums mehrere Bestellungen aufgeben können, ohne bei jedem Gericht neu zu bezahlen.

Du legst Regeln und Zeitraum fest (z. B. 15 Minuten pro Runde). Gäste bestellen während dieser Zeit so viele Artikel, wie du erlaubst (z.B. 5 pro Person).

Beispiel:

  • Sushi-Restaurant: Gäste zahlen 29,90 € pro Person und können 90 Minuten lang unbegrenzt Sushi bestellen

  • Wings-Abend: Donnerstags 19–22 Uhr All-You-Can-Eat Wings für 19,90 €

  • Hot-Pot-Konzept: Gäste bestellen in mehreren Runden Zutaten für ihren Topf

Geeignet für:

  • Themen-Events (z. B. Tapas-Abend, Burger-Night)

  • Sushi-Restaurants, Asian Grill, Hot-Pot

  • Konzepte mit Bestellrunden


Tablet-Ordering einrichten – Schritt für Schritt

Schritt 1: Tablets beschaffen

Die Tablets selbst sind nicht im Preis der Tablet-Lizenz enthalten – du musst sie selbst beschaffen.

Info: Im Artikel Unterstützte Tablethersteller und Versionen findest du eine Übersicht über die empfohlenen Modelle.

💡 Tipp: Anbieter wie Grover bieten häufig Mietkauf an. So kannst du die Kosten für die Tablets besser verteilen. Leasing empfehlen wir eher nicht, da der Einsatz der Geräte im Gastroalltag schnell zu Verschleiß führt.

Schritt 2: Kiosk-Software installieren

Sobald du den Gästen die Tablets unbeaufsichtigt übergibst, empfiehlt sich der Einsatz einer Kiosk-Software, damit das Tablet nur für den Bestellprozess genutzt werden kann und andere Funktionen gesperrt sind.

Wir empfehlen dir den Fully Kiosk Browser. Diese Software bietet dir folgendes:

  • Sperrung des Systems: Gäste können nicht in andere Bereiche oder Apps wechseln

  • Stabile Darstellung: Die Shop-Ansicht bleibt zuverlässig im Vordergrund

  • Einfache Einrichtung: Die Grundkonfiguration lässt sich schnell umsetzen

Info: Die Lizenzen für den Kiosk-Browser kannst du über uns beziehen. Sprich uns dafür gerne an. Hast du bereits entsprechende Lizenzen, findest du hier die Anleitung zur Einrichtung auf deinen Tablets.

Schritt 3: Konfiguriere die Einstellungen je nach Einsatzvariante

Je nachdem, ob du die Tablets für all-you-can-eat oder á la carte Bestellungen einsetzen willst, musst du entsprechende Konfigurationen in den Einstellungen vornehmen bzw. kennen. Diese entscheiden auch darüber, wie das sog. Servicemenü auf dem Tablet aussieht.

Info: Das Servicemenü gibt deinem Service die Möglichkeit, das Tablet richtig zu konfigurieren, bevor es dem Gast übergeben wird, indem es Personenanzahl und Tischnummer wählt

À la carte:

  1. Importiere und erstelle deine Speisekarte

  2. Nutze die Start-URL, um das Servicemenü auf deinen Tablets aufzurufen

Info: Die Start-URL findest du in den Shopeinstellungen deines Tablet-Shops unter dem Reiter Tablets.

Servicemenü bei á la carte

Servicemenü bei á la carte

All-you-can-eat:

Info: Informationen zur Erstellung deiner Speisekarte findest du in der Kollektion Karteneditor. Der Import deiner Karte funktioniert nur mit einer Kassenanintegration, du kannst Tablets aber auch im Stand Alone Betrieb nutzen.

💡 Tipp: Für die optimale Anzeige der Kategorien in deiner Shop-Ansicht bei Tablets, nutze die Kategorienabfrage: Vertikal mit Bildern.

Schritt 4: Tablets am Tisch platzieren

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie du Tablets am Tisch einsetzen kannst:

Option A: Fest installierte Tablets

  • Tablets werden in Halterungen am Tisch befestigt

  • Gäste bedienen sich selbst

  • Ideal für á la carte, wenn du den Weg des Service das Tablet auszuhändigen reduzieren willst

Zu beachten:

  • Halterungen sollten diebstahlsicher sein (z. B. mit Schloss)

  • Stromversorgung oder regelmäßiges Laden erforderlich

  • Tablets müssen nur beim Austauschen neu über das Servicemenü konfiguriert werden

💡 Tipp: Die im Servicemenü auszuwählende Gästezahl hat keinen weiteren Einfluss auf den Bestellprozess. Dein Service muss lediglich einmal die richtige Tischnummer auswählen. Das stationäre Tablet muss dann für neue Gäste am selben Tisch nicht mehr neu konfiguriert werden.

Wichtig: Damit die Bestellungen eines vorherigen Besuchers nicht auf der Rechnung des neuen Gastes auftauchen, muss der Tisch in der Kasse nach jedem Besuch zwingen abgeschlossen werden. Normalerweise passiert dies automatisch bei Bezahlung.

Option B: Mobile Tablets

  • Service-Team gibt Tablets an Gäste aus

  • Flexible Nutzung je nach Bedarf

  • Ideal für AYCE, À la carte mit Servicekomponente oder als Ergänzung zu Order & Pay

Zu beachten:

  • Ladestationen für alle Tablets erforderlich

  • Service-Team muss Ausgabe und Rücknahme organisieren

  • Höherer Verwaltungsaufwand

💡 Tipp: Idealerweise nimmt der Service das Tablet nach dem Abkassieren wieder mit, geht über das Balkenmenü rechts oben in der Shop-Ansicht auf Service-Menü und kann durch Passworteingabe das Tablet einem neuen Tisch zuordnen.

Balkenmenü auf Shop-Ansicht mit Servicemenü

Balkenmenü mit Service-Menü


FAQ

Kann der Gast über das Tablet bezahlen?

Nein, direkt über das Tablet ist Onlinepayment nicht möglich. Es ist nicht sinnvoll, dass sich Gäste mit ihren privaten Zahlungsdetails auf einem fremden Tablet einloggen.

Alternative: Im Checkout auf dem Tablet kann ein QR-Code generiert werden, den Gäste mit ihrem eigenen Smartphone scannen und sicher bezahlen können.

Kann ich eigene Tablets verwenden?

Ja, die Tablets sind durch dich zu beschaffen. Sie sind nicht im SO'USE-Preis enthalten.

Empfohlene Modelle findest du hier.

💡 Tipp: Achte auf robuste Geräte mit guter Akkulaufzeit – besonders bei stationärer Nutzung im Gästebetrieb.

Wie viele Tablets brauche ich?

Das hängt von deinem Konzept ab.

Fest installierte Tablets:

  • 1 Tablet pro Tisch

  • Bei 20 Tischen = 20 Tablets

Mobile Tablets:

  • 1 Tablet pro 2–3 Tische (je nach Auslastung, flexibel einsetzbar)

  • Bei 20 Tischen = 7–10 Tablets

💡 Tipp: Starte mit einer kleineren Anzahl und erweitere bei Bedarf.

Was kostet Tablet-Ordering bei SO'USE?

Du zahlst die Tablet-Lizenz plus ggf. Kassenintegration.

Außerdem hast einmalige Anschaffungskosten für die Tablets, Ladestationen, ggf. Halterungen und den Fully Kiosk Browser.

Mehr Infos zu Preisen findest du hier.

Wie lade ich die Tablets?

Zwei Möglichkeiten:

  1. Fest installierte Tablets: Permanente Stromversorgung über USB-Kabel oder Docking-Stationen

  2. Mobile Tablets: Zentrale Ladestation (z. B. USB-Hub mit 10 Anschlüssen) hinter der Bar

💡 Tipp: Nutze USB-C-Schnellladegeräte für kurze Ladezeiten zwischen den Schichten.

Was passiert, wenn ein Tablet gestohlen oder beschädigt wird?

Diebstahlschutz:

  • Nutze diebstahlsichere Halterungen mit Schloss für fest installierte Tablets

  • Bei mobilen Tablets: Ausgabe nur durch das Service-Team

Beschädigungsrisiko:

  • Verwende robuste Schutzhüllen

  • Schließe ggf. eine Geräteversicherung ab

💡 Tipp: Tablets im Gästebetrieb unterliegen einem höheren Verschleiß – kalkuliere Ersatz ein.

Kann ich Tablet-Ordering und QR-Code-Bestellungen kombinieren?

Ja, das ist möglich!

Du kannst:

  • Tablets für All-You-Can-Eat nutzen (z. B. freitags/samstags)

  • QR-Codes für À la carte nutzen (z. B. unter der Woche)

  • Beide Systeme parallel betreiben (z. B. Tablets im Restaurant, QR-Codes auf der Terrasse)

  • Tablets als Ergänzung zu Order & Pay verwenden

Welche WLAN-Anforderungen habe ich?

Für stabiles Tablet-Ordering brauchst du:

  • Ausreichende Bandbreite: Min. 10 Mbit/s pro 10 Tablets

  • Stabile Verbindung: Professionelles WLAN-Setup (Access Points, keine Consumer-Router)

  • Separate WLAN-Netzwerke: Gäste-WLAN und Tablets-WLAN trennen

Wichtig: Bei instabilem WLAN kann es zu Verbindungsabbrüchen und Bestellverzögerungen kommen. Lass dein WLAN von einem Fachmann einrichten – besonders bei vielen Tablets.

Wie setze ich das Tablet nach einem Gast zurück?

  1. Öffne das Balkenmenü oben rechts auf der Shop-Ansicht

  2. Klicke auf Service-Menü

  3. Gibt das Passwort ein, wenn du das Tablet für einen neuen einrichten willst

Hat dies deine Frage beantwortet?