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Was muss ich beim Einsatz von Self-Order-Kiosken beachten?

Beschleunige deine Bestellprozesse mit Self-Order-Kiosks und ermögliche deinen Gästen eigenständiges Bestellen.

Verfasst von Benedikt Pilz
Vor über einem Monat aktualisiert

Überblick

Self-Order-Kioske (auch Self-Order-Terminals oder SOT genannt) ermöglichen deinen Gästen, Bestellungen eigenständig und ohne direkten Kontakt zum Servicepersonal aufzugeben. Der Einsatz soll Bestellprozesse beschleunigen und standardisieren.

In diesem Artikel erfährst du:

Ziel: Dieser Artikel hilft dir dabei, die richtige Self-Order-Kiosk-Variante zu wählen und erfolgreich einzusetzen.


Technischer Aufbau eines Self-Order-Kiosks

Ein Self-Order-Kiosk besteht in der Regel aus folgenden Komponenten:

1. Integrierter PC oder Industrie-Controller

  • Führt die Bestellsoftware aus

2. Touchscreen-Bildschirm

  • Gäste geben hier ihre Bestellungen auf

  • EC-/Kreditkarte, kontaktlos (z. B. Apple Pay, Google Pay)

  • Ermöglicht bargeldlose Zahlung

4. Bondrucker

  • Druckt z. B. Abholnummern oder Zahlungsbelege

  • Bestellungen werden automatisch zum Kassensystem weitergeleitet und dort verarbeitet

6. Optional aber empfehlenswert: Order-Display-Screen (ODS)

  • Bestellnummern der Gäste können über einen Screen aufgerufen werden

Info: Alternative ist der Ausruf der Bestellung, was nur in sehr kleinen Oulets funktioniert und durch die Lautstärke vor Ort stark beeinträchtigt wird. Wir empfehlen daher ein ODS zu nutzen. Eine weitere Alternative sind Pager. Über eine Halterung an der Hardware, können die Pager vom Gast nach Bestellaufgabe mitgenommen werden und über die Fertigstellung benachrichtigen.


Kosten und Finanzierung

Kosten

Informationen zu den Kosten findest du im Artikel Software-Lizenzen und Pricing.

Finanzierungsmodelle

Um die Anschaffung der Hardware für dich möglichst entspannt zu gestalten, bieten wir dir Mietkauf über unseren Partner Miete24.com an.

Vorteile:

  • Keine hohe Anfangsinvestition

  • Flexible monatliche Raten

  • Planbare Kosten und steuerliche Vorteile


Platzierung der Self-Order-Kioske

Für den Einsatz von Self-Order-Kiosks sollte ausreichend Platz im Lokal geschaffen werden.

Neueröffnungen

Empfehlung: Self-Order-Kioske frühzeitig in die Raumplanung einbeziehen.

Technische Infrastruktur:

  • Strom- und LAN-Anschlüsse sollten direkt eingeplant werden, um spätere Umbauten zu vermeiden

Nachträglicher Einbau bei bestehenden Lokalen

Zu prüfen:

  • Werden Verkehrswege, Fluchtwege oder Gästezonen beeinträchtigt?

  • Ist ausreichend Platz vorhanden?

💡 Tipp: Es gibt eine Vielzahl von Kiosk-Varianten, sodass eine Installation auch in kleinen Outlets problemlos möglich ist. Wir beraten dich gerne!

Ergonomie & Sichtbarkeit

Self-Order-Kioske sollten:

  • Gut erreichbar sein

  • Barrierearm positioniert werden

  • Für Gäste klar sichtbar sein

💡 Tipp: Platziere Self-Order-Kioske an zentralen Punkten (z. B. Eingangsbereich, Theke), damit Gäste sie sofort erkennen.

Info: Unsere Software hat einen barrierefreien Modus, der die Bedienung des Kiosks auch für Mneschen mit Beeinträchtigung ermöglicht.


Passt ein Self-Order-Kiosk zu deinem Konzept?

Wann lohnt sich ein Self-Order-Kiosk?

Wenn du ein Self-Service-Outlet betreibst bzw. Bestellungen to-go anbietest, ist ein Self-Order-Kiosk heutzutage schon fast ein Muss. Auch andere Konzepte können von den Kiosken profitieren.

Die Entscheidung sollte sich an folgenden Punkten orientieren:

1. Gästeerwartung

  • Wenn deine Gäste einen zügigen und digitalen Bestellablauf bevorzugen, lohnt sich ein Self-Order-Kiosk definitiv

2. Standardisierte Produkte

  • Besonders bei klar strukturierten Menüs und wenig erklärungsbedürftigen Produkten sind Self-Order-Kioske effizient einsetzbar

3. Umsatz & Kosten

  • Self-Order-Kioske können helfen, den Umsatz durch Zusatzverkäufe zu steigern und gleichzeitig den Personalaufwand – insbesondere zu Stoßzeiten – zu reduzieren

  • Die Investition lohnt sich daher fast immer

Beispiel:

  • Fast-Food-Restaurants: Schnelle Bestellabwicklung, wenig Beratung nötig

  • Cafés mit to-go-Angebot: Gäste bestellen selbstständig, Personal konzentriert sich auf Zubereitung

  • Self-Service-Restaurants: Gäste erwarten digitale Bestellmöglichkeiten

  • Touristische Betriebe: Viele Gäste wollen schnell ihre Getränke und Speisen

💡 Tipp: Wenn du unsicher bist, ob ein Self-Order-Kiosk zu deinem Konzept passt, beraten wir dich gerne!


Verschiedene Arten von Self-Order-Kiosks

So verschieden wie die Gastronomie ist, so unterschiedliche Kiosk-Typen gibt es auch. Hier erhälst du nur einen kurzen Überblick. Wenn du dich intensiver mit passender Hardware auseinandersetzen willst, schau im Artikel Welche Self-Oder-Kiosk-Hardware sollte ich einsetzen? vorbei.

1. Tischstehendes Self-Order-Kiosk (Table-Top) – EMPFOHLEN

  • Steht mit einem Fuß auf einem Tisch oder Tresen

  • Einfaches Handling – kann mit wenig Aufwand auf dem Counter platziert werden

  • Ideal für: Kleine Outlets, flexible Integration

2. Wandhängendes Self-Order-Kiosk

  • Wird an der Wand montiert

  • Platzsparend – ideal für schmale oder stark frequentierte Bereiche

3. Selbststehendes Self-Order-Kiosk

  • Freistehend, kann flexibel im Raum platziert werden

  • Doppelseitige Nutzung möglich (bei hohem Gästeaufkommen)

  • Ideal für: Flexible Platzierung, hoher Gästeverkehr

4. Outdoor-Self-Order-Kiosk

  • Wetterfest – Schutz vor Regen, Hitze, Kälte und Sonneneinstrahlung

  • Teurer als Indoor-Varianten (robuste Gehäuse, spezielle Displays)

  • Ideal für: Drive-In, Außenverkauf, Abholkonzepte

Welche Variante passt zu dir?

Die Wahl der richtigen Variante hängt von deinem Platzangebot, Konzept und Budget ab.

Zusammen mit unserem Hardware Partner Varyon beraten wir dich gerne bei der Auswahl der passenden Variante!


Self-Order-Kiosk selbst zusammenstellen – technische Anforderungen

Wenn du dir selbstständig einen Self-Order-Kiosk zusammenstellen möchtest, beachte bitte folgende Punkte:

Computer

Betriebssystem:

  • Microsoft Windows (Android Betriebssysteme werden nur bedingt unterstützt)

Prozessor:

  • Benötigt: Intel Core i3

  • Empfohlen: Intel Core i5

RAM:

  • Benötigt: 8 GB RAM

Kartenlesegerät (Card Reader)

Wichtig:

  • Bezahlungen müssen über die SO'USE Card Reader abgewickelt werden

  • Card Reader können zusammen mit der Lizenz bestellt werden

Info: Mehr zu den technischen Details, Bestellung und Preis erfährst du im Artikel Kartenterminal Modelle.

Bondrucker

Empfohlen:

  • Bondrucker der Marke Epson

Info: Mehr zu den Mindestanforderungen und technischen Details erfährst du im Artikel Unterstütze Druckertypen und Herrsteller.


FAQs

Welche Self-Order-Kiosk-Variante ist die richtige für mich?

Das hängt von deinem Konzept, Platzangebot und Budget ab.

Mehr Informationen findest du im Artikel Welche Self-Oder-Kiosk-Hardware sollte ich einsetzen? Wir beraten dich gerne bei der Auswahl der richtigen Variante!

Kann ich einen Self-Order-Kiosk nachträglich in mein bestehendes Lokal einbauen?

Ja, nachträglicher Einbau ist möglich.

Wichtig:

  • Prüfe Verkehrswege, Fluchtwege und Gästezonen – um den Kiosk optimal zu platzieren

  • Strom- und LAN-Anschlüsse müssen vorhanden oder nachgerüstet werden

💡 Tipp: Es gibt viele Kiosk-Varianten (z. B. Table-Top), die sich auch in kleinen Lokalen integrieren lassen. Wir beraten dich gerne!

Welche technischen Anforderungen muss ich erfüllen?

Wenn du einen Self-Order-Kiosk selbst zusammenstellst:

Computer:

  • Betriebssystem: Microsoft Windows (Android nur bedingt unterstützt)

  • Prozessor: Benötigt: Intel Core i3 | Empfohlen: Intel Core i5

  • RAM: 8 GB RAM

Kartenlesegerät:

Bondrucker:

Anbindung:

  • Strom- und LAN-Anschluss erforderlich

Muss ich die Hardware kaufen oder kann ich sie mieten?

Beides ist möglich.

Option 1: Kauf

  • Einmalige Anschaffungskosten

Option 2: Mietkauf über Miete24.com

  • Flexible monatliche Raten

  • Keine hohe Anfangsinvestition

  • Planbare Kosten und steuerliche Vorteile

Empfehlung: Mietkauf eignet sich besonders, wenn du die Anschaffungskosten auf mehrere Monate verteilen möchtest.

Wie viele Self-Order-Kioske bzw. Screens brauche ich?

Das hängt von deinem Gästeaufkommen und Konzept ab.

Faustregeln:

Kleines Café/Bistro (bis 50 Gäste/Tag):

  • 1 Self-Order-Kiosk/Screen reicht in der Regel

Mittelgroßes Restaurant (50–200 Gäste/Tag):

  • 1–2 Self-Order-Kioske/Screen empfohlen

Großes Outlet/Fast-Food (200+ Gäste/Tag):

  • 2–4 Self-Order-Kioske/Screen (je nach Stoßzeiten)

💡 Tipp: Beobachte zu Stoßzeiten, ob Warteschlangen entstehen – falls ja, lohnt sich ein zusätzlicher Kiosk.

💡 Tipp: Doppelseitige Self-Order-Kioske können die Kapazität verdoppeln, ohne zusätzlichen Platzbedarf.

Kann ich mehrere Self-Order-Kioske gleichzeitig betreiben?

Ja, das ist möglich.

Vorteile:

  • Schnellere Abwicklung bei hohem Gästeaufkommen

  • Weniger Warteschlangen

  • Redundanz (falls ein Kiosk ausfällt, können Gäste weiterhin bestellen)

Wichtig:

  • Alle Self-Order-Kioske müssen mit dem Kassensystem verbunden sein

  • Strom- und LAN-Anschlüsse für alle Geräte erforderlich

Welche Zahlungsmethoden sind am Self-Order-Kiosk verfügbar?

Die Zahlungsmethoden hängen von davon ab, welche du aktivieren willst. Hier findest du einen Artikel dazu.

Wie stelle ich sicher, dass Gäste den Self-Order-Kiosk nutzen?

Sichtbarkeit ist entscheidend. Außerdem sind Self-Order-Kioske bekannt. Deine Gäste wissen in der Regel, wie der Bestellprozess funktioniert.

Maßnahmen:

1. Zentrale Positionierung

  • Self-Order-Kioske sollten gut sichtbar und leicht erreichbar sein

2. Theke verstecken

  • Theke so gestalten, dass dort nur noch Ausgabe stattfinden kann

  • Alternativ Kioske auf Theke platzieren

Was passiert, wenn der Self-Order-Kiosk ausfällt?

Gäste können weiterhin beim Service bestellen.

Maßnahmen:

1. Redundanz durch mehrere Kioske

  • Wenn du mehrere Self-Order-Kioske betreibst, können Gäste auf andere ausweichen

2. Klassische Bestellung beim Service

  • Servicepersonal kann notfalls Bestellungen aufnehmen

3. Technischer Support

  • Unser Partner Varyon steht dir bei Harware Problemen schnell zur Seite (vorrausgesetz du hast die Hardware über uns bezogen)

  • Bei Software-Problem kannst du uns jederzeit kontaktieren

Kann ich die Speisekarte und Ansicht am Self-Order-Kiosk individuell anpassen?

Ja, die Speisekarte und Ansicht des Shops sind vollständig anpassbar.

Möglichkeiten:

Wichtig: Änderungen werden über das Backoffice vorgenommen und erscheinen automatisch auf allen Self-Order-Kiosks.

Wo kann ich die Einstellungen für den Self-Order-Kiosk verwalten?

Die spezifischen Einstellungen findest du in deinem SO'USE Backoffice.

Wie erreiche ich, das Bestellungen in der Kasse als Vorgänge bzw, Bestellnummern verbucht werden?

Indem du im SO'USE Backoffice in den Shopeinstellungen die Option Selbstbedienung aktivierst.

Kann ich den Self-Order-Kiosk für vor Ort und zu Mitnehmen konfigurieren?

Ja, Self-Order-Kioske können sowohl für vor Ort als auch für Bestellungen zum mitnehmen konfiguriert werden. Die entsprechende Einstellung triffst du ebenfalls in den Shopeinstellungen

Brauche ich eine separate Internetverbindung für den Self-Order-Kiosk?

Ein Self-Order-Kiosk benötigt eine Netzwerkverbindung (LAN oder WLAN).

Empfehlung:

  • LAN-Verbindung (kabelgebunden) ist stabiler und zuverlässiger als WLAN

  • WLAN kann als Backup dienen, ist aber anfälliger für Verbindungsabbrüche

Wichtig: Die Verbindung muss stabil sein, damit Bestellungen reibungslos an das Kassensystem übertragen werden.

💡 Tipp: Plane LAN-Anschlüsse frühzeitig ein (vor allem bei Neueröffnungen).

Sind die Self-Order-Kioske barrierefrei?

Unsere Self-Order-Kioske haben einen barrierefrei-Modus, bei dem die Bestellseite auf die untere Hälfte des Kiosk reduziert werden kann, damit sich auch für beeinträchtigte Menschen erreichbar ist.

Hat dies deine Frage beantwortet?