Überblick
Self-Order-Kioske (auch Self-Order-Terminals oder SOT genannt) ermöglichen deinen Gästen, Bestellungen eigenständig und ohne direkten Kontakt zum Servicepersonal aufzugeben. Der Einsatz soll Bestellprozesse beschleunigen und standardisieren.
In diesem Artikel erfährst du:
Ziel: Dieser Artikel hilft dir dabei, die richtige Self-Order-Kiosk-Variante zu wählen und erfolgreich einzusetzen.
Technischer Aufbau eines Self-Order-Kiosks
Ein Self-Order-Kiosk besteht in der Regel aus folgenden Komponenten:
1. Integrierter PC oder Industrie-Controller
Führt die Bestellsoftware aus
2. Touchscreen-Bildschirm
Gäste geben hier ihre Bestellungen auf
EC-/Kreditkarte, kontaktlos (z. B. Apple Pay, Google Pay)
Ermöglicht bargeldlose Zahlung
4. Bondrucker
Druckt z. B. Abholnummern oder Zahlungsbelege
Bestellungen werden automatisch zum Kassensystem weitergeleitet und dort verarbeitet
6. Optional aber empfehlenswert: Order-Display-Screen (ODS)
Bestellnummern der Gäste können über einen Screen aufgerufen werden
Info: Alternative ist der Ausruf der Bestellung, was nur in sehr kleinen Oulets funktioniert und durch die Lautstärke vor Ort stark beeinträchtigt wird. Wir empfehlen daher ein ODS zu nutzen. Eine weitere Alternative sind Pager. Über eine Halterung an der Hardware, können die Pager vom Gast nach Bestellaufgabe mitgenommen werden und über die Fertigstellung benachrichtigen.
Kosten und Finanzierung
Kosten
Informationen zu den Kosten findest du im Artikel Software-Lizenzen und Pricing.
Finanzierungsmodelle
Um die Anschaffung der Hardware für dich möglichst entspannt zu gestalten, bieten wir dir Mietkauf über unseren Partner Miete24.com an.
Vorteile:
Keine hohe Anfangsinvestition
Flexible monatliche Raten
Planbare Kosten und steuerliche Vorteile
Platzierung der Self-Order-Kioske
Für den Einsatz von Self-Order-Kiosks sollte ausreichend Platz im Lokal geschaffen werden.
Neueröffnungen
Empfehlung: Self-Order-Kioske frühzeitig in die Raumplanung einbeziehen.
Technische Infrastruktur:
Strom- und LAN-Anschlüsse sollten direkt eingeplant werden, um spätere Umbauten zu vermeiden
Nachträglicher Einbau bei bestehenden Lokalen
Zu prüfen:
Werden Verkehrswege, Fluchtwege oder Gästezonen beeinträchtigt?
Ist ausreichend Platz vorhanden?
💡 Tipp: Es gibt eine Vielzahl von Kiosk-Varianten, sodass eine Installation auch in kleinen Outlets problemlos möglich ist. Wir beraten dich gerne!
Ergonomie & Sichtbarkeit
Self-Order-Kioske sollten:
Gut erreichbar sein
Barrierearm positioniert werden
Für Gäste klar sichtbar sein
💡 Tipp: Platziere Self-Order-Kioske an zentralen Punkten (z. B. Eingangsbereich, Theke), damit Gäste sie sofort erkennen.
Info: Unsere Software hat einen barrierefreien Modus, der die Bedienung des Kiosks auch für Mneschen mit Beeinträchtigung ermöglicht.
Passt ein Self-Order-Kiosk zu deinem Konzept?
Wann lohnt sich ein Self-Order-Kiosk?
Wenn du ein Self-Service-Outlet betreibst bzw. Bestellungen to-go anbietest, ist ein Self-Order-Kiosk heutzutage schon fast ein Muss. Auch andere Konzepte können von den Kiosken profitieren.
Die Entscheidung sollte sich an folgenden Punkten orientieren:
1. Gästeerwartung
Wenn deine Gäste einen zügigen und digitalen Bestellablauf bevorzugen, lohnt sich ein Self-Order-Kiosk definitiv
2. Standardisierte Produkte
Besonders bei klar strukturierten Menüs und wenig erklärungsbedürftigen Produkten sind Self-Order-Kioske effizient einsetzbar
3. Umsatz & Kosten
Self-Order-Kioske können helfen, den Umsatz durch Zusatzverkäufe zu steigern und gleichzeitig den Personalaufwand – insbesondere zu Stoßzeiten – zu reduzieren
Die Investition lohnt sich daher fast immer
Beispiel:
Fast-Food-Restaurants: Schnelle Bestellabwicklung, wenig Beratung nötig
Cafés mit to-go-Angebot: Gäste bestellen selbstständig, Personal konzentriert sich auf Zubereitung
Self-Service-Restaurants: Gäste erwarten digitale Bestellmöglichkeiten
Touristische Betriebe: Viele Gäste wollen schnell ihre Getränke und Speisen
💡 Tipp: Wenn du unsicher bist, ob ein Self-Order-Kiosk zu deinem Konzept passt, beraten wir dich gerne!
Verschiedene Arten von Self-Order-Kiosks
So verschieden wie die Gastronomie ist, so unterschiedliche Kiosk-Typen gibt es auch. Hier erhälst du nur einen kurzen Überblick. Wenn du dich intensiver mit passender Hardware auseinandersetzen willst, schau im Artikel Welche Self-Oder-Kiosk-Hardware sollte ich einsetzen? vorbei.
1. Tischstehendes Self-Order-Kiosk (Table-Top) – EMPFOHLEN
Steht mit einem Fuß auf einem Tisch oder Tresen
Einfaches Handling – kann mit wenig Aufwand auf dem Counter platziert werden
Ideal für: Kleine Outlets, flexible Integration
2. Wandhängendes Self-Order-Kiosk
Wird an der Wand montiert
Platzsparend – ideal für schmale oder stark frequentierte Bereiche
3. Selbststehendes Self-Order-Kiosk
Freistehend, kann flexibel im Raum platziert werden
Doppelseitige Nutzung möglich (bei hohem Gästeaufkommen)
Ideal für: Flexible Platzierung, hoher Gästeverkehr
4. Outdoor-Self-Order-Kiosk
Wetterfest – Schutz vor Regen, Hitze, Kälte und Sonneneinstrahlung
Teurer als Indoor-Varianten (robuste Gehäuse, spezielle Displays)
Ideal für: Drive-In, Außenverkauf, Abholkonzepte
Welche Variante passt zu dir?
Die Wahl der richtigen Variante hängt von deinem Platzangebot, Konzept und Budget ab.
Zusammen mit unserem Hardware Partner Varyon beraten wir dich gerne bei der Auswahl der passenden Variante!
Self-Order-Kiosk selbst zusammenstellen – technische Anforderungen
Wenn du dir selbstständig einen Self-Order-Kiosk zusammenstellen möchtest, beachte bitte folgende Punkte:
Computer
Betriebssystem:
Microsoft Windows (Android Betriebssysteme werden nur bedingt unterstützt)
Prozessor:
Benötigt: Intel Core i3
Empfohlen: Intel Core i5
RAM:
Benötigt: 8 GB RAM
Kartenlesegerät (Card Reader)
Wichtig:
Bezahlungen müssen über die SO'USE Card Reader abgewickelt werden
Card Reader können zusammen mit der Lizenz bestellt werden
Info: Mehr zu den technischen Details, Bestellung und Preis erfährst du im Artikel Kartenterminal Modelle.
Bondrucker
Empfohlen:
Bondrucker der Marke Epson
Info: Mehr zu den Mindestanforderungen und technischen Details erfährst du im Artikel Unterstütze Druckertypen und Herrsteller.
FAQs
Welche Self-Order-Kiosk-Variante ist die richtige für mich?
Das hängt von deinem Konzept, Platzangebot und Budget ab.
Mehr Informationen findest du im Artikel Welche Self-Oder-Kiosk-Hardware sollte ich einsetzen? Wir beraten dich gerne bei der Auswahl der richtigen Variante!
Kann ich einen Self-Order-Kiosk nachträglich in mein bestehendes Lokal einbauen?
Ja, nachträglicher Einbau ist möglich.
Wichtig:
Prüfe Verkehrswege, Fluchtwege und Gästezonen – um den Kiosk optimal zu platzieren
Strom- und LAN-Anschlüsse müssen vorhanden oder nachgerüstet werden
💡 Tipp: Es gibt viele Kiosk-Varianten (z. B. Table-Top), die sich auch in kleinen Lokalen integrieren lassen. Wir beraten dich gerne!
Welche technischen Anforderungen muss ich erfüllen?
Wenn du einen Self-Order-Kiosk selbst zusammenstellst:
Computer:
Betriebssystem: Microsoft Windows (Android nur bedingt unterstützt)
Prozessor: Benötigt: Intel Core i3 | Empfohlen: Intel Core i5
RAM: 8 GB RAM
Kartenlesegerät:
Bondrucker:
Anbindung:
Strom- und LAN-Anschluss erforderlich
Muss ich die Hardware kaufen oder kann ich sie mieten?
Beides ist möglich.
Option 1: Kauf
Einmalige Anschaffungskosten
Option 2: Mietkauf über Miete24.com
Flexible monatliche Raten
Keine hohe Anfangsinvestition
Planbare Kosten und steuerliche Vorteile
Empfehlung: Mietkauf eignet sich besonders, wenn du die Anschaffungskosten auf mehrere Monate verteilen möchtest.
Wie viele Self-Order-Kioske bzw. Screens brauche ich?
Das hängt von deinem Gästeaufkommen und Konzept ab.
Faustregeln:
Kleines Café/Bistro (bis 50 Gäste/Tag):
1 Self-Order-Kiosk/Screen reicht in der Regel
Mittelgroßes Restaurant (50–200 Gäste/Tag):
1–2 Self-Order-Kioske/Screen empfohlen
Großes Outlet/Fast-Food (200+ Gäste/Tag):
2–4 Self-Order-Kioske/Screen (je nach Stoßzeiten)
💡 Tipp: Beobachte zu Stoßzeiten, ob Warteschlangen entstehen – falls ja, lohnt sich ein zusätzlicher Kiosk.
💡 Tipp: Doppelseitige Self-Order-Kioske können die Kapazität verdoppeln, ohne zusätzlichen Platzbedarf.
Kann ich mehrere Self-Order-Kioske gleichzeitig betreiben?
Ja, das ist möglich.
Vorteile:
Schnellere Abwicklung bei hohem Gästeaufkommen
Weniger Warteschlangen
Redundanz (falls ein Kiosk ausfällt, können Gäste weiterhin bestellen)
Wichtig:
Alle Self-Order-Kioske müssen mit dem Kassensystem verbunden sein
Strom- und LAN-Anschlüsse für alle Geräte erforderlich
Welche Zahlungsmethoden sind am Self-Order-Kiosk verfügbar?
Die Zahlungsmethoden hängen von davon ab, welche du aktivieren willst. Hier findest du einen Artikel dazu.
Wie stelle ich sicher, dass Gäste den Self-Order-Kiosk nutzen?
Sichtbarkeit ist entscheidend. Außerdem sind Self-Order-Kioske bekannt. Deine Gäste wissen in der Regel, wie der Bestellprozess funktioniert.
Maßnahmen:
1. Zentrale Positionierung
Self-Order-Kioske sollten gut sichtbar und leicht erreichbar sein
2. Theke verstecken
Theke so gestalten, dass dort nur noch Ausgabe stattfinden kann
Alternativ Kioske auf Theke platzieren
Was passiert, wenn der Self-Order-Kiosk ausfällt?
Gäste können weiterhin beim Service bestellen.
Maßnahmen:
1. Redundanz durch mehrere Kioske
Wenn du mehrere Self-Order-Kioske betreibst, können Gäste auf andere ausweichen
2. Klassische Bestellung beim Service
Servicepersonal kann notfalls Bestellungen aufnehmen
3. Technischer Support
Unser Partner Varyon steht dir bei Harware Problemen schnell zur Seite (vorrausgesetz du hast die Hardware über uns bezogen)
Bei Software-Problem kannst du uns jederzeit kontaktieren
Kann ich die Speisekarte und Ansicht am Self-Order-Kiosk individuell anpassen?
Ja, die Speisekarte und Ansicht des Shops sind vollständig anpassbar.
Möglichkeiten:
Produkte hinzufügen/entfernen (muss in Kasse geschehen mit anschließendem Import)
Preise anpassen (muss in Kasse geschehen mit anschließendem Import)
Bilder und Beschreibungen ändern
Kategorien strukturieren
Allergene und Zusatzstoffe anzeigen
❗ Wichtig: Änderungen werden über das Backoffice vorgenommen und erscheinen automatisch auf allen Self-Order-Kiosks.
Wo kann ich die Einstellungen für den Self-Order-Kiosk verwalten?
Die spezifischen Einstellungen findest du in deinem SO'USE Backoffice.
Wie erreiche ich, das Bestellungen in der Kasse als Vorgänge bzw, Bestellnummern verbucht werden?
Indem du im SO'USE Backoffice in den Shopeinstellungen die Option Selbstbedienung aktivierst.
Kann ich den Self-Order-Kiosk für vor Ort und zu Mitnehmen konfigurieren?
Ja, Self-Order-Kioske können sowohl für vor Ort als auch für Bestellungen zum mitnehmen konfiguriert werden. Die entsprechende Einstellung triffst du ebenfalls in den Shopeinstellungen
Brauche ich eine separate Internetverbindung für den Self-Order-Kiosk?
Ein Self-Order-Kiosk benötigt eine Netzwerkverbindung (LAN oder WLAN).
Empfehlung:
LAN-Verbindung (kabelgebunden) ist stabiler und zuverlässiger als WLAN
WLAN kann als Backup dienen, ist aber anfälliger für Verbindungsabbrüche
❗ Wichtig: Die Verbindung muss stabil sein, damit Bestellungen reibungslos an das Kassensystem übertragen werden.
💡 Tipp: Plane LAN-Anschlüsse frühzeitig ein (vor allem bei Neueröffnungen).
Sind die Self-Order-Kioske barrierefrei?
Unsere Self-Order-Kioske haben einen barrierefrei-Modus, bei dem die Bestellseite auf die untere Hälfte des Kiosk reduziert werden kann, damit sich auch für beeinträchtigte Menschen erreichbar ist.